62. Jana’s Weg in die USA: Professorin und Buchautorin über NYC

Shownotes

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Oder per E-mail: office@susibloss.com

Schön, dass Du hier bist. Let’s explore NYC together!

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von The Big Apple Strudel.

00:00:05: Jana unterrichtet am College in New York und ist auch Schriftstellerin, wir sprechen darüber wie unterschiedlich es ist in den USA oder in Deutschland zu studieren.

00:00:15: Außerdem hat Jana ein Buch geschrieben

00:00:17: mit zehn

00:00:18: Spaziergängen durch New York City die von beeindruckenden Frauen der Stadt erzählen – was für eine tolle Idee!

00:00:24: Und ihr Werdegang zeigt uns auch, wie Durchhaltevermögen sich am Ende immer

00:00:29: auszahlt.

00:00:30: Viel

00:00:30: Spaß beim Zuhören!

00:00:38: Ich hab heute einen ganz tollen Podcast-Gast.

00:00:43: Herzlich willkommen Jana, wie schön

00:00:45: dass du hier bist.

00:00:46: Danke Susi, ich freu mich auch total.

00:00:50: Also Jana ist über eine Freundin... haben wir uns kennengelernt und sie hat gesagt, du musst unbedingt Jan in den Podcast holen.

00:00:57: Und jetzt freue ich mich total, dass du hier bist!

00:01:02: Ich fang gleich mal von vorne an – wie bist du denn in die USA gekommen, Jana?

00:01:08: Okay... Ich versuch das jetzt kurz zu fassen.

00:01:16: Und zwar….

00:01:17: Ja ja, jetzt muss sich gerade zurück überlegen es ist wirklich schon länger her also zwanzig zwölf war ich zum ersten Mal in den USA, also vor vierzehn Jahren.

00:01:28: Und zwar war das damals eine Reise mit meiner besten Freundin, mit meiner Grundschulfreundin und ich hatte gerade mein Magister abgeschlossen an der LMU in München und sie hat ja auch ihre Ausbildung abgeschlossen und dann war das so der Zeitpunkt im Leben wo wir uns dachten okay jetzt ist Zeit am Arroz zu kommen aus Deutschland Und dann nicht nur nach Italien oder nach Frankreich, dass ja auch total schöne Länder sind.

00:01:55: Aber mal sowas ganz anderes sehen und so haben wir angefangen zu träumen und sind dann ziemlich schnell auf New York gekommen und haben gesagt das müssen wir einmal gemacht haben.

00:02:06: So haben wir da eine Reise geplant und waren erst mal zehn Tage in New York und dann sind wir noch weitergeflogen nach Seattle und von Seattle mit dem Auto nach San Diego gefahren haben sie einen richtigen Roadtrip gemacht.

00:02:18: Das war noch mal so ein Monat, eineinhalb Monate.

00:02:21: Und das war die Reise, die tatsächlich ... ja, würde ich sagen mein Leben verändert hat.

00:02:27: Ich hatte nicht den Plan in die USA zu ziehen und trotzdem bin ich vierzehn Jahre später immer noch hier.

00:02:35: Wie das Leben manchmal ist.

00:02:37: Ich habe aber während der Reise gemerkt, dass mir das Rauskommen aus Deutschland und rauskommen aus der eigenen Kultur sehr gut getan hat Und ich hatte zu dem Zeitpunkt schon den Plan, an einem Roman zu arbeiten.

00:02:52: Ich hatte schon länger eine Roman-Idee mit mir rumgetragen und ja war ... Also es sollte so oder so ein neues Kapitel beginnen.

00:03:02: War ja klar!

00:03:03: Ich hatte gerade den Abschluss und so kam's dass sich dann erst mal in den USA den Roman bohren hab' Und dort angefangen hab zu schreiben und das macht mal ein bisschen, ja ich wollte dann noch ein bisschen tiefer gehen.

00:03:16: Ich hatte nach der Zeit das Gefühl es ist nur nicht abgeschlossen.

00:03:21: Ich habe da noch mehr zu sehen und noch mehr auch über mich zu erfahren und bin dann ziemlich schnell wieder zurück und haben mich dann auch an Schreibtisch gesetzt und geschrieben.

00:03:35: und jetzt mache ich so ein bisschen Kurzversion weil sonst... Dauert es wirklich zu lange, aber ich habe eine Stelle bekommen an der Universität in North Carolina.

00:03:46: Das ist südlich von New York und den Blue Ridge Mountains ein ganz schöner Ecke von den USA.

00:03:55: Dort habe ich angefangen Deutsch zu unterrichten und das war ... Ich bin da hingegangen und habe mich vorgestellt und gesagt, ich bin Germanistin hatte keine Lehrerfahrung überhaupt nicht.

00:04:08: Aber ich dachte mir, ich versuch's einfach und schau mal was passiert!

00:04:12: Und bin dann ein halbes Jahr und Jahr immer zu denen ihre Veranstaltungen gegangen und habe einfach nicht locker gelassen.

00:04:18: und dann haben sie mir einen Terminar gegeben und gesagt okay wir brauchen jemanden und wir würden total gerne mit dir zusammenarbeiten.

00:04:27: Wir brauchen jemand der deutsche Sprache unterrichtet.

00:04:30: So hatte ich mein ersten Kurs.

00:04:32: das war dann Und seitdem bin ich in der Lehre.

00:04:39: Ich habe danach auch noch mal mein Doktor gemacht, also hab eigentlich einen sehr untypischen Lebenslauf bei viel geradliniger und typischer wär natürlich das man nach dem Master oder nach dem Magister direkt den Doktor anschließt.

00:04:53: aber ich hab gemerkt mit dem Schreiben dass die Lehre einfach so eine wunderbare... Das ist ne ganz wunderbare Kombination für mich mit den Studierenden zu arbeiten Und dann gleichzeitig am Schreibtisch die Arbeit für sich allein im Kopf.

00:05:11: Aber sag mal kurz,

00:05:12: es

00:05:12: wäre wahrscheinlich in Deutschland so nicht passiert?

00:05:16: Auf gar keinen Fall!

00:05:21: Ich weiß nicht was ich in Deutschland momentan machen würde... Zwischendurch immer mal wieder so ein bisschen darüber nachgedacht, was wäre wenn ich jetzt nach Deutschland gehen würde und welche Arbeit ich dann machen würde?

00:05:36: Ich finde die Arbeit am Literaturhaus oder in Literaturhäusern in Deutschland sehr spannend.

00:05:40: Das gibt es hier nicht.

00:05:42: Es gibt Literatur Häuser hier sehr wenig – nicht so wie wir aus Deutschland kennen.

00:05:49: Aber tatsächlich hätte ich auf gar keinen Fall als eine, die kreativ tätig ist... die dann auch mal kurzzeitig in einem Buchladen gearbeitet hat, die einmal kurzzeitig auch ein Podcast hatte.

00:06:03: Die in der Germanistik studiert hat und jetzt inzwischen unterrichtig auch ganz interdisziplinäre Kurse in den Humanities also recht breit aufgestellt und ich glaube das widerspricht zu dem typischen deutschen Akademievorstellungen.

00:06:25: Was ich auch spannend finde, du hast gesagt, du bist ein Jahr lang da immer wieder hingegangen.

00:06:31: Ja, ja.

00:06:33: Man unterschätzt immer ... man muss halt schon mal dranbleiben und zeigen, ich möchte das wirklich.

00:06:41: Und

00:06:41: es hat geklappt!

00:06:43: Das ist natürlich im Rückblick alles recht geradläufig.

00:06:47: Wenn Leute jetzt meinen Lebenslauf sehen, dann denkst du so wow in die USA Dann The Sangeon an der Universität und jetzt inzwischen Direktorin, Vollzeitstelle am Bard College in New York.

00:07:01: Die ganzen Türen die man sich auf dem Weg offen halten muss und die ganzen Tören die zu nichts führen das sieht im Rückblick keiner.

00:07:08: Und da war gerade am Anfang natürlich viel ausprobieren, viel für umsonst arbeiten, viel am Wochenende und nachts.

00:07:18: also ich habe in den ersten Jahren in den USA im Hochladen gearbeitet, weil diese eine Kurs an der Universität hätte nicht mal meine Miete abgedeckt.

00:07:29: Dann habe ich noch nebenher privatdeutsch unterrichtet.

00:07:33: Ich hab auch gekillnet, ich hab auch abends noch gekillt und hab einfach sieben Tage die Woche gearbeitet.

00:07:39: Und hab gehofft dass aus dem einen Kurs vielleicht mal ein zweiter wird.

00:07:43: und so ist es dann passiert.

00:07:44: und zwei Jahre später haben Sie mir die Vollzeitstelle angeboten was selbst in den USA wenn man nur den Master hat nicht gang und gäbe ist.

00:07:53: also das war schon toll.

00:07:56: Und ja, so hatte ich dann die Vollzeitstelle und habe dann recht kurz danach auch gemerkt okay es ist jetzt Zeit für den Doktor.

00:08:06: Das ist so ein Teil von meinem Leben geworden das immer so wichtig ist und da möchte ich auch noch mal drin wachsen.

00:08:12: also ich hab dann gemerkt ich habe dann auch relativ schnell immer dieselben Kurse unterrichtet ist ja klar.

00:08:20: Also wenn man Nicht den Doktor, nicht die Forschung hat.

00:08:23: Dann war ich so in den Sprachkursen und das war schon toll.

00:08:26: aber es war dann auch klar okay das will ich jetzt nicht die nächsten zwanzig Jahre machen.

00:08:30: und so habe ich das sechs jahrelang sehr genossen in Erschwüll und hab dann aber währenddessen schon mit meinem Doktor begonnen an der LMU und hatte ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung für drei Jahre und das hat mir dann erlaubt die Vollzeitstelle abzugeben weil ich schon gemerkt habe ok Die Dissertation zu schreiben, während man vollzeit arbeitet ist ein bisschen wahnsinnig.

00:08:55: Also dann braucht man tatsächlich zwanzig Jahre und ich hatte keine Lust dass sich in so zehn Jahren immer noch dran sitzt sondern es war mir dann auch klar okay ich will das jetzt drei jahrelang intensiv machen und dann ist auch gut.

00:09:10: und auf zu neuen

00:09:12: Ufern.".

00:09:14: Was kann man von New Yorkern lernen über Beauty & Fashion?

00:09:18: Wie kommunizieren New Yorker eigentlich?

00:09:20: Ist dieser Smalltalk wirklich so oberflächlich?

00:09:23: Warum sind New Yorkers so diszipliniert.

00:09:25: Wir gehen sie mit Zeit um, warum ist Zeit hier so kostbar?

00:09:29: und wie ist das mit

00:09:30: dem Geld

00:09:31: hier und dieser Macht die Hemdens?

00:09:34: was ist das eigentlich?

00:09:35: wie wohnt

00:09:36: man da?

00:09:37: wie isst es in einem fünfzig

00:09:38: Millionen Dollar Haus am Strand dort zu leben?

00:09:41: warum sind New yorker eigentlich nie neidisch?

00:09:44: diese Fragen habe ich mir im laufe der jahre gestellt Und habe sie beantwortet in meinem Buch.

00:09:50: Denn diese Stadt mischt sich in dein Leben ein und kriegt so in

00:09:54: alle Ecken und Kanten

00:09:55: deiner Persönlichkeit, dass du ihr nicht mehr auskommst Wenn auch Du von New York angefeuert werden willst und inspiriert werden

00:10:03: willst.

00:10:04: Lies mein Buch Dintl In New York City erhältlich auf Amazon und lass die Stadt dein Leben verändern.

00:10:12: Hast du das Gefühl gehabt, wie du in den USA damals warst und da so angefangen hast?

00:10:17: Dass es halt hier möglich ist ein bisschen quer einzusteigen.

00:10:21: So ein bisschen unkonventionell also oder war das so intuitiv?

00:10:25: Hast du dir einfach so gedacht?

00:10:27: ich probiere das jetzt.

00:10:27: Ich will das jetzt einfach mal.

00:10:31: Ja Du kommst ja aus

00:10:32: dem deutschen Bildungssystem

00:10:34: Ist ja

00:10:34: wirklich schon anders ist oder?

00:10:38: So gegenseitig zu hier

00:10:40: Genau In den USA Ja, und mir war das glaube ich als ich ankam nicht bewusst aber ich habe es so gespürt.

00:10:48: Also erst mal ist es viel interdisziplinärer.

00:10:52: man ist nicht eingefahren auf eine Disziplin.

00:10:55: viele Professorinnen arbeiten in verschiedenen Fächern.

00:11:00: dann was auch einen großen Unterschied ausmacht dass die Betreuung viel intensiver ist.

00:11:05: man arbeitet viel enger mit den Studierenden zusammen.

00:11:08: man ist ne Art Mentor-Mentoren an der LMU und der ich damals studiert habe, nicht erlebt.

00:11:15: Also ich erinnere mich doch an meinen ersten Tag da wurde einem so ein fetter Schinken in die Hand gedrückt.

00:11:21: es war so eine riesiges Buch.

00:11:23: in so fünf Punktschrift also wirklich mini klein wurden dann alle Kurse gelistet und haben gesagt ja viel Spaß für Glück!

00:11:32: Und dann musste man sich seine Kurse zusammensuchen.

00:11:35: so in diesem Buch das man dann jedes Semester bekommen hat Sprechstunde musste man persönlich hingehen zum Professor, der dann in seinem Büro ist das.

00:11:44: Und ich hatte auch tolle Professoren und Professorinnen an der LMU.

00:11:48: also ich will gar nicht sagen dass es alles nur negativ war aber es war schon sehr konservativ.

00:11:52: Also wenn ich das hier so sehe... Man ist fünf Tage die Woche verfügbar für die Studierenden, man berät die was für andere Fächer, die noch nehmen könnten.

00:12:05: Das Campusleben ist ganz anders.

00:12:07: Schon alleine dadurch das alles so... Also oft es ist eine Campus-Universität und dann ist man viel mehr eingebohnt.

00:12:14: Da geht's auch viel darum was macht man außerhalb der Kurse?

00:12:18: In welchen Clubs isst man noch?

00:12:20: Macht man Sport?

00:12:21: Schreibt man?

00:12:22: Wie kann man sich noch gern amtlich engagieren?

00:12:24: Und das wird schon ganz früh so ja zelebriert angenommen.

00:12:32: Und in Deutschland macht ja jeder so ein bisschen eher sein Ding, also da geht man dann zu seinem Kurs und dann geht man nach Hause.

00:12:42: aber hier ist es eine Community würde ich sagen.

00:12:45: Es kommt natürlich auch daher dass die Stierenden auf dem Campus leben, die ersten zwei Jahre zum Beispiel am Bar und dann automatisch da so viel enengeres Netzwerk entsteht.

00:12:54: Aber wie gesagt auch dieses aus Also außerhalb der Desserminare und Vorlesung, da ist ein richtiges Leben.

00:13:06: Ich frage mich jetzt gerade... ich meine die LMU bietet ja

00:13:09: nicht Sport

00:13:10: und Schreiben am Nachmittag an?

00:13:12: Ja genau!

00:13:15: Das Bar College.

00:13:17: inzwischen bin also das Sport ist natürlich sehr typisch amerikanisch.

00:13:21: man könnte sich in Deutschland vielleicht noch vorstellen Fußball aber so Baseball und Basketball Das ist amerikanisch wobei zum Beispiel an meiner Universität, in der ich bin am Bard College.

00:13:33: Wären die Geisteswissenschaften ganz hochgeschrieben?

00:13:36: Es gibt ein Konservatorium, die Musik ist wichtig und es gibt einen Ritten Arts Programm also kreatives Schreiben das sehr renommiert ist.

00:13:44: deswegen selbst da... Also da ist der Sport nicht steht nicht an erster Stelle aber selbst wir haben Baseball, Wall-Ball, Lacrosse zum Tennis und jeder Studierende macht noch irgendwas außerhalb seiner Kurse, ihrer Kurse.

00:14:03: Also ist irgendwie auf eine Art eingebunden.

00:14:04: dann gibt's Klapps es gibt alle möglichen Veranstaltungen.

00:14:08: also Sport ist sehr speziell.

00:14:12: amerikanisch würde ich sagen.

00:14:14: Genau das ist so was ich halt immer so kenne und höre.

00:14:17: aber man ist da so richtig eingebettet klingt so Was man in Deutschland im Verein machen würde, vielleicht?

00:14:27: Ja genau.

00:14:29: Das macht man hier mit im College dann.

00:14:32: Genau und das geht natürlich auch...das färbt sich auf die Arbeit ab oder beziehungsweise es prägt so die Einstellung.

00:14:39: Was bedeutet es, Professorin zu sein?

00:14:42: Man geht am Wochenende dann auch zu den Spielen.

00:14:44: Da ist ein Baseballspiel und dann geht man dahin.

00:14:47: Dann hat ein Studierender in der Theatervorstellung und dann gehen wir dort hin.

00:14:51: Man unterstützt sie!

00:14:52: Also das ist einfach schon ... Es ist das Leben.

00:15:02: Wenn du deine Studierenden auch so siehst... Was ist für dich der Unterschied für diese jungen Leute im Gegensatz zu dem deutschen System?

00:15:12: Sind die da mehr aufgehoben?

00:15:14: vielleicht, könnte ich mir vorstellen oder sind mehr...

00:15:19: Ja also ich glaube auf eine Art mehr aufgehoben.

00:15:23: Auf eine andere Art.

00:15:25: wenn ich zurück denke wie ich mit zwanzig war und wenn ich jetzt zwanzigiereige sehe es natürlich weil man viel An der Hand genommen wird viel Beratung stattfinden, viel Mentoring.

00:15:42: Wenn verliert man vielleicht auch so ein bisschen oder verlieren die Studierenden an Eigenständigkeit oder Verantwortungsbewusstsein?

00:15:50: Oder ... Spannend.

00:15:52: Der Endprozess ist vielleicht ein bisschen langsamer.

00:15:55: also ich glaube dass ich schon gefärbt bin vom deutschen System.

00:15:59: das sage ich auch immer meinen Studierende.

00:16:01: also erst mal mach ich meine ganzen Kursmathil die Materialien.

00:16:06: Das stelle ich immer kostenlos zur Verfügung, weil ich es total krass finde wie viele die Studierenden hier zahlen müssen.

00:16:13: Es ist natürlich auch ein großer Unterschied also... Aber man muss hier zahlen

00:16:17: für das Material!

00:16:18: Also erst mal um überhaupt ans College zu gehen, es kostet erstmal achtzig neunzig tausend und dann gibt's einen Buchladen auf dem Campus und da müssen sie hin und dann die Bücher kaufen Und so im Kleinen.

00:16:33: Das ist jetzt ein Beispiel, wo ich immer so denke ja eigentlich sollte man als Student-Studentin keine Ausgaben haben für die Bildung und für die Uni.

00:16:45: Ja also sitz zurück zu deiner Frage.

00:16:51: Wo waren wir?

00:16:54: Das ist alles so interessant und so spannend.

00:17:01: Du hast das Gefühl, dass in der deutschen Uni mehr Eigenständigkeit haben und mehr Verantwortung selbst übernehmen müssen.

00:17:13: vielleicht im amerikanischen System?

00:17:14: Ja, genau.

00:17:15: Man wird natürlich ins kalte Wasser geschubst in Deutschland.

00:17:18: Also hab ich so das Gefühl... Ich weiß es kann sich natürlich auch geändert haben.

00:17:20: Ich bin in den neunziger Jahren groß geworden und dann habe wann bin ich zu... ich hab zwei tausend sieben angefangen zu studieren.

00:17:28: also der hat sich bestimmt auch was getan Und inzwischen gibt's ja sogar Bachelon Master in Deutschland.

00:17:34: also schon allein die Abschlüsse haben sich geändert uns ans amerikanisches System angepasst aber ich denke schon.

00:17:40: also Also das ist immer alles, hat so eine positive Seite und so eine negative Seite.

00:17:47: In den USA gibt es dann am Ende der Seminare wenn das Semester vorbei ist ne Bewertung und dann werden auch alle Professorinnen bewertet.

00:17:55: und dadurch dass die Studierenden neunzigtausend Dollar zahlen, hat man manchmal natürlich das Gefühl als wäre man Teil eines Unternehmens In dem Unternehmen, wenn man dann jeden Tag sozusagen liefern muss und dann wird man am Schluss nach sechzehn Wochen bewertet.

00:18:18: Wie habe ich so entertained?

00:18:24: Es ist ja auch ein Riesenunterschied, das stimmt!

00:18:29: Ich meine es gibt State Colleges aber generell muss jeder wirklich ziemlich viel Geld bezahlen.

00:18:34: Das ist bei

00:18:35: uns nicht so in Deutschland also...

00:18:38: Ja, genau.

00:18:40: Und

00:18:41: das ändert natürlich so ein bisschen die Dynamik, ne?

00:18:44: Weil dann ist der Studierende Kunden hat... Sie hat gezahlt und jetzt sind da auch Erwartungen oder es sind auch Erwartungen, dass vielleicht auch mal, dass man gewisse Noten bekommt.

00:18:59: So ja, hat alles sein Gutes und vielleicht mal mal auch so ein Nichtgutes.

00:19:04: insgesamt muss ich sagen, gefällt mir so diese Flexibilität die ich hier hab.

00:19:12: Dieses ja wie gesagt dieses Interdisziplinäre und auch die enge Zusammenarbeit mit den Studierenden.

00:19:19: Es ist ein anderes Klima.

00:19:22: Das gefällt mich sehr gut hier.

00:19:23: Und eine Sache interessiert mich noch weil das höre ich auch immer wieder mal so Glaubst du jetzt dass der Standard In Amerika niedriger ist als in deutschen Unis?

00:19:36: so?

00:19:37: Nein, das glaube ich gar nicht.

00:19:40: Also zum Beispiel gerade Harvard Yale...

00:19:43: Ja okay!

00:19:46: Aber das ist vielleicht nicht uns.

00:19:50: Da müsste man vielleicht auch noch mal von Uni zu Uni unterscheiden.

00:19:53: Aber das könntest

00:19:54: du jetzt

00:19:54: nicht sagen dass es jetzt zu viel anders wäre.

00:19:58: also was so verlangt wird is schon auch generell.

00:20:02: Ja, ich würde schon sagen.

00:20:07: Genau kommt jetzt vielleicht noch mal auf die Uni an.

00:20:09: Weil das Land so groß ist es sehr eigentlich fast wie wenn man Europa mit USA vergleicht.

00:20:14: Also es ist ja wirklich wahnsinnig.

00:20:17: Ich kann jetzt nur von Bari College sagen also man kommt da auch nicht so leicht rein.

00:20:22: Ich meine schon allein dieses Zulassen zu einer Uni, die ganzen Tests die nochmal extra abgeliefert werden müssen Das ist schon recht streng.

00:20:33: Ja,

00:20:34: das stimmt weil es auch immer so ist, dass sie dann eine Post bekommen wollen ob sie angenommen wurden oder nicht und

00:20:43: so.

00:20:44: Der Brief am Schlag!

00:20:47: Den gibt's in Deutschland.

00:20:48: Ich weiß gar nicht, gibt es den?

00:20:51: Manche Fächer sind glaube ich zulassungsbeschränkt ja, sogar mal Medizin.

00:20:55: also wenn ich mich da richtig erinnere dann müsste man da schon gute Noten dafür haben.

00:20:59: Ja genau das sehr stimmt.

00:21:01: Da war dann so die Abi-Note.

00:21:02: In Deutschland vielleicht noch ein letzter Vergleich finde ich ist alles sehr zentriert auf Einzelnoten.

00:21:08: Also die Abi Note ist dann alles.

00:21:10: oder im Seminar hat man dann eine Abschlussarbeit und die bestimmt dann die Note des Seminars.

00:21:17: Und hier wird ganz viel Wert auch auf, wie man mit teilnehmend das ganze Semester über also sechzehn Wochen lang die man sich beteiligt an Diskussionen und dann gibt es mehrere Essays und dann werden sie zusammen überarbeitet.

00:21:32: und auch da viel Betreuung, viel zusammen lernen als ist nicht so dass man am Ende des Semesters sagt okay schreibt mal was dazu und ich bewert's dann.

00:21:43: Das war aber jetzt meinerzeit noch sehr anders.

00:21:46: Ja, in Deutschland.

00:21:48: Es ist

00:21:48: spannend mal zu hören die Unterschiede.

00:21:54: Ich hoffe du planst schon deine nächste New York City-Reise vielleicht zum ersten Mal?

00:21:58: Vielleicht auch zum

00:21:59: dritten oder vierten

00:22:00: Mal!

00:22:01: Falls du Inspiration brauchst, lade ich dich herzlich ein meinen New York City-Reiseführer runterzuladen.

00:22:08: Es sind über siebzig Seiten mit all meinen Tipps

00:22:10: die ich

00:22:11: kenne und ich normalerweise meinen Freunden halt weiter erzähle also vom Flughafen Transfer zu Wo's in Toiletten Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Cafés, Takeout.

00:22:21: Also du kannst dir auch einfach irgendwo was holen und dich gemütlich in den Bryant Park zum Beispiel setzen.

00:22:25: Shopping-Tipps dürfen natürlich nicht fehlen!

00:22:28: Welche Marken gibt es hier die es in Deutschland

00:22:31: nicht gibt?

00:22:32: Und dann

00:22:33: gibt's ein Brooklyn

00:22:34: Special

00:22:35: wo all meine Brooklyn Lieblingsspots

00:22:38: drin sind.

00:22:39: Er wurde bereits über vierhundert Mal runtergeladen.

00:22:43: Der Link

00:22:44: ist in dem Show Notes Weiter geht´s.

00:22:48: Und jetzt, also bist du ja auch heute bei mir im Podcast.

00:22:52: Weil... Also ich muss euch sagen, Diana hat ein ganz tolles Buch mit jemandem herausgebracht und zwar heißt es

00:23:00: Walk Her

00:23:00: Way!

00:23:02: Das ist

00:23:03: ein Buch wo zehn Touren drin sind die man in New York ablaufen kann

00:23:10: und

00:23:10: auf dem Weg lernt man etwas über Frauen was bewegt haben.

00:23:19: Habe ich's gut erklärt?

00:23:20: Das hast du super erklärt.

00:23:21: Perfekt, muss gar nichts mehr sagen!

00:23:25: Ich habe jetzt selbst noch keine Tour gemacht aber es ist auf meiner To-do Liste wenn ich das nächste Mal in Manhattan bin... Wie ist es jetzt dazu gekommen?

00:23:36: also wie bist Du auf die Idee gekommen so ein Buch rauszubringen?

00:23:40: Es ist nochmal ein ganz tolles Beispiel dafür dass ich glaube ich wenn ich jetzt Dozentin an einer deutschen Universität wäre könnte ich nicht einfach einen Speziegangsbuch schreiben.

00:23:51: Das sieht man wieder... Wenn es der Deutsche

00:23:53: so sagen würde, ja, das ist

00:23:55: wirklich komisch!

00:23:57: Genau und so habe ich mich von Roman zu Doktor Arbeit und jetzt einem Herzensprojekt gehangelt, dass schon länger in unseren Kapfen war.

00:24:10: Also ich hab das mit einer guten Freundin von mir das Buch geschrieben.

00:24:17: Wir hatten uns ein paar Jahre zuvor in Asheville kennengelernt, sie ist Kunsthistorikerin und ich bin Literaturwissenschaftlerin.

00:24:25: Und ja wir sind... also dieses Buch ist tatsächlich entstanden einfach aus einem Bedürfnis heraus dass dieses Buch existieren sollte.

00:24:34: deswegen haben wir das Buch gemacht weil es nichts gab und wir uns dachten dass das einfach richtig richtig cool wäre wenn wir das selber auch hätten.

00:24:45: Da kam natürlich auch so ein bisschen unser Hintergrund, also sie als Kunsthistorikerin und ich als Literaturwissenschaftlerin haben wir uns zusammengetan und erstmal Künstlerinnen und Schreiben der Schriftstellerinnen recherchiert.

00:24:58: Und wie das immer so ist... Apropos geradläufig oder nicht gerad läufig, oder was dann alles so wie es am Schluss aussieht.

00:25:07: Wie das Projekt dann doch über einige Umwege und Sackgassen jetzt dieses Buch geworden ist.

00:25:15: Ja, es war jetzt nicht so dass wir uns hingesetzt haben und gesagt haben wir schreiben Walker Way und da gibt's dann zehn Spaziergänge zu Frauen Geschichte.

00:25:23: Wir hatten... Erst noch überlegte, welches Format das haben sollte.

00:25:29: Also ich kann ganz kurz sagen dass die Ursprüngen dieses Buchs waren tatsächlich als wir beide in England waren.

00:25:37: Sie hatte damals einen Semester lang Katelyn in England studiert und ich habe sie besucht und somit waren wir beide zwei Frauen auf Reisen mehr oder weniger unterwegs und wollten uns eine neue Stadt angucken.

00:25:50: so und dann sind wir erstmal im Buch lernen und haben geguckt Wo kann man jetzt hier hingehen?

00:25:56: Was ist spannend, was sollte man sich anschauen.

00:25:59: Und dann geht man so zu den Reiseführern und dann sieht man da die Reisefuhrer, die man so kennt also auch John allein vom Papier oder der Ästhetik oder wie es zusammen ... bis alles designt ist.

00:26:20: Das ist dann halt so ein Denkmal und eine kurze Beschreibung.

00:26:28: Und dann ist es ein anderes Denk mal, nur kurze Beschreibung und auch alles in so Mini-Schrift.

00:26:32: also eigentlich wie dieses Buch umhängt sich die Vorlesungen ins Terminal raus.

00:26:36: Da war ich sehr ähnlich!

00:26:39: Dann hatte man auch so einen fetten Welter, da musste man sich irgendwie unter den Armen klemmen.

00:26:44: Also ich sag's jetzt so ein bisschen bösen, es gibt natürlich auch inzwischen tolle Reiseführer.

00:26:51: Ich will überhaupt nicht lässt dann gar nichts.

00:26:53: Aber Eurer

00:26:54: ist schon ganz anders und

00:26:55: er ist wirklich ein

00:26:57: ganz hübsches Buch einfach.

00:26:59: Genau!

00:27:00: Es sollte schön sein, es sollte...es ist auf eine Art sehr politisches Buch aber es sollte oder nicht.

00:27:07: aber und es ist ein Buch das auch Spaß macht glaube ich hoffentlich und Freude macht und ein wunderschönes Geschenk ist.

00:27:18: Und auch ein Geschenke an sich selber oder in die Freundin, oder die Mama oder den Freund oder den Mann.

00:27:24: also ich finde das immer auch wichtig zu betonen dass es kein Buch für Frauen ist sondern das ist ein Buch über Frauen für alle.

00:27:30: man will können alle ganz tolle Geschichten über Frauen die in New York City gelebt haben lernen.

00:27:36: ja und ich glaube es ist ein toller Anker wenn man nach New York reist um zu sagen okay Nimm dieses Buch mit, das passt ganz leicht in meine Tasche und dann mache ich heute einfach den Soho-Spaziergang oder ich mach heute den Chelsea-Spazeirgang.

00:27:53: Und dann hat man was kuratiertes an dass man so die nächsten drei Stunden sich von einer Station zur nächsten, vom einem Stopp und einem Haus zum Nächsten zum Park so entlang laufen kann.

00:28:06: Und dabei ganz, ganz tolle Frauen kennenlernt.

00:28:09: und manche kommen vielleicht auch bekannt vor.

00:28:11: Zum Beispiel Billie Holiday kennt jeder ist auch im Buch mit dabei.

00:28:14: aber vielleicht ist noch mal... was in der Beschreibung mit drin ist, dass man nicht wusste beziehungsweise wusste man vielleicht nicht das sie in diesem Haus gerade gewohnt hat und da vielleicht dieses Lied geschrieben hat.

00:28:25: Und dann ändert sich natürlich die Bedeutung.

00:28:27: also dann schaut man das Haus nochmal ganz anders an und ich finde es total spannend.

00:28:31: also noch mal zurück.

00:28:33: wir waren eben in England unterwegs und haben uns gedacht wir würden erstmal gerne hätten wir gerne einen Spaziergang in der Stadt also das einfach als so einem zu einem Denkmal oder zu einem Monument, oder zu einer Sehenswürdigkeit hinlaufen und dann die Bahn nehmen.

00:28:51: Und dann zum nächsten... Warum nicht so die Viertel richtig erleben?

00:28:57: Das habe ich auch noch mal gemerkt während wir das Buch geschrieben haben.

00:29:02: Ich fühle natürlich viel in New York City durch die Vierte gelaufen bin.

00:29:07: Jedes Viertell hat eine ganz andere Energie und diese Energie spürt man nicht, wenn man einmal zum Central Park läuft und sich ein Monument anguckt.

00:29:20: Und dann irgendwie nach Soho läuft und da ein Museum geht.

00:29:24: Sondern du musst tatsächlich dich so richtig fallen lassen in die Nachbarschaft und das mal so richtig spüren und auch mal durch Straßen laufen wo so vielleicht jetzt gar keine offizielle Sehenswürdigkeit ist sondern einfach kleine Läden oder Häuser, Wohnungen.

00:29:45: Der Greenwich Village ist natürlich voller Schriftstellerinnen und Künstlerinnen an Häusern in denen man vorbeiläuft die auch nicht gekennzeichnet sind wenn man sich denkt wow hier hat sie das geschrieben.

00:29:55: Sie hat auf diesen Park geguckt wie war es damals wohl vor hundert Jahren?

00:30:01: Und dann einfach dazu stehen und zu denken ja dann ändert sich natürlich so die Bedeutung des Hauses total

00:30:10: Die wird am Lipsen losgehen jetzt.

00:30:12: Heute ist auch so ein schöner Tag in New York, lass uns doch einfach noch mal bisschen schwürzieren gehen!

00:30:19: Aber ich finde das total spannend weil du jetzt findest was total spannend also gutes sagst.

00:30:25: wenn man man hetzt ja immer so dann erstmal ist es meistens gehetzt wenn man hier ist eine Woche weil man will ja viel sehen und da geht man auch ganz oft eben nicht insomal gewisse Nachbarschaften und geht mal rum.

00:30:39: Und erlebt die, das hast du jetzt total schön erzählt was da passiert wenn man einfach mal länger Zeit einfach nur in einer Nachbarsschaft verbringt?

00:30:50: Genau.

00:30:50: also ich kann das sagen.

00:30:51: Das

00:30:51: kennen wir privat halt auch.

00:30:54: Wenn du hier wohnst dann hängst du heute mal an der Nachmittag in Greenwich ab.

00:30:58: Dann erlebst du dieses Viertel mit den Menschen.

00:31:00: Man kann sich das dann so richtig vorstellen wie Ja, wie sie im Park saßen oder in dem Café wiedergeschrieben und diskutiert wurde.

00:31:10: Und man muss sich aber einmal so reinfallen lassen.

00:31:14: Unser erstes Spaziergang war Chinatown.

00:31:16: Das wird total willkürlich.

00:31:18: Wir haben einfach damit angefangen.

00:31:21: Somit bin ich Chinatarn auch oft gelaufen weil es unsere Vorlage war.

00:31:28: Es ist ja nicht so leicht... Ja, man will nicht einfach nur irgendwie was zusammen basteln.

00:31:32: Sondern das ist ja schon auch ein bewusstes Korratieren von dem Speziergang.

00:31:35: also es ging jetzt nicht darum dass wir einfach alles zusammen zu Hause sitzen und dann irgendwie so einfach etwas zusammenwürfeln sondern haben uns natürlich auch überlegt wie lange sollte der Speziegang sein?

00:31:47: Wie viele Stopps hat er?

00:31:50: und dann wie viel Zeit ist dazwischen?

00:31:53: Ja, in Chinatown zum Beispiel.

00:31:55: Da läuft man durch die Straßen und dann ist da ein Fischmarkt.

00:31:58: Und dann wird irgendwie Gewürze verkauft... Man nimmt die Gerüche wahr und die Leute, die dort leben.

00:32:09: Wer lebt denn eigentlich so im Haus?

00:32:12: In Chinatoun ist es vielleicht auch nicht historisch geschützt und nicht in Büchern dokumentiert.

00:32:22: Und das war total schön.

00:32:25: Das glaube ich, also es hat bestimmt Spaß gemacht auch das zu erstellen.

00:32:28: Also es ist viel Arbeit, könnte ich mir vorstellen?

00:32:31: Viel Zeit!

00:32:33: Es ist viel Zeit genau wie ein Projekt wo man nicht weiß ob sich eine Türe öffnet.

00:32:38: Wir haben das Projekt angefangen ohne dass wir einen Verlag hatten keine Lektoren.

00:32:43: Ich hatte zwar schon ein paar Bücher von mir waren in Deutschland erschienen Aber ich hatte noch nie auf englischen Buch verlegt.

00:32:51: Und zu sagen, jeden Tag jede Woche, jeden Monat okay wir setzen uns da wieder hin und wir machen weiter und das soll fertig werden.

00:33:00: Und selbst wenn es nur für uns ein Buch wird kostet manchmal viel Kraft weil man gleichzeitig dann halt noch die Vollzeitarbeit hat.

00:33:13: Wir haben das ganz gut durchgezogen, wir beide.

00:33:16: Wie lange hat das ungefähr gedauert?

00:33:18: Ja.

00:33:19: Gute Frage, also, gell?

00:33:20: Das war... ...Zwanzig siebzehn war.

00:33:24: Also wir in England unterwegs waren, spazieren waren zusammen und geträumt hatten von dem Reiseführer der so aussehen könnte.

00:33:33: Man kam mal raus!

00:33:34: Und jetzt kam das Buch letztes Jahr raus, zwanzig, fünfundzwanzig Gerade eben erst erschienen und ich hatte jetzt ganz viele tolle Lesungen, Spaziergänge und Vorträge.

00:33:45: Es ist sehr inspirierend und natürlich sehr erfüllend auch das Feedback zu bekommen und es teilen zu können nach Jahren am Schreibtisch.

00:34:00: Wahnsinn!

00:34:02: Also auch da wieder dieses... Ja, das ist immer so ein bisschen dieses... Das finde ich jetzt auch so ein bissel wieder un-Deutsch sage ich mal halt wieder.

00:34:12: Dieses einfach mal wirklich an was lange dranbleiben und daran glauben dass es etwas wird und trotzdem den Spaß auf dem Weg haben während man's macht.

00:34:24: Ja genau also

00:34:26: ich fühlte wir sind immer so zielorientiert in Deutschland.

00:34:30: Merkt das bei mir selbst auch immer so, da muss doch ein Ziel kommen und dann muss ich ja Geld damit verdienen oder muss das so?

00:34:37: Ja, genau.

00:34:39: Das erinnert mich jetzt auch daran.

00:34:41: also es püfft an unser gerade unser Gespräch an bezüglich Unterschiede für Uni- und Hochschule aber auch einfach wie arbeitet man in Deutschland und wie arbeitet Man in den USA.

00:34:54: Also in den

00:34:54: U.S.A.,

00:34:56: das erschreckendste für mich war als ich hier hergezogen bin dass es keine zwei Monate Erkündigungsfrist gibt.

00:35:03: Das ist total abartig, man kann ja wirklich also man wird von heute auf morgen einfach gekündigt.

00:35:07: Es gibt ja keinen Arbeitnehmer-Schutz.

00:35:09: Ist das praktisch nicht existent?

00:35:11: Vor allem wenn man zum Beispiel Kellnerin ist oder... Dann ist man auf Trinkgeld angewiesen und hat halt keine Krankenfesticherung und so.

00:35:20: Das is natürlich so, das ist das andere, das Schlimme Was natürlich in Deutschland viel, viel besser ist.

00:35:30: Man ist viel mehr abgesichert.

00:35:32: diese Absicherung gleichzeitig führt aber dazu also ich sollte vielleicht auch nicht aber sagen Gleichzeitig ist das System sehr star und darauf angelegt dass Leute lange lange lange in Positionen sind Und nicht so schnell mal auch was anderes machen können Sich mal hier ein bisschen weiter bilden und zum.

00:35:50: Also es kommt wirklich von ganz tief innen drin Dass Leute hier auch einfach sich unterschiedliche Türen aufhalten müssen Weil eine Tür mal ganz schnell zugemacht werden kann.

00:36:01: Und dann kann man auch mal ganz schnelle Arbeitsloszahlen und seine Miete nicht zahlen, und dann hat man als Mieter keinen Schutz.

00:36:07: Dann ist man auch einmal ganz schnell obdachlos.

00:36:11: Und diesen Schutz... Daraus entsteht hier so ein ... Wie soll ich sagen?

00:36:19: Das ist natürlich jetzt auch so zweischneidig, weil es entsteht einfach so ne Kraft oder so einen.

00:36:26: Das ist so ein Force, will ich jetzt auf Englisch sagen eigentlich.

00:36:29: Zu sagen so Ich arbeite hart und dann kann ich was erreichen.

00:36:34: und das ist halt die Leiter kann man auch schneller, so schnell man auch mal runter klettern kann, kann man sie auch schneller mal hochklettern und dass es halt so auf der einen Seite sehr anstrengend.

00:36:49: na also wenn ich zum Beispiel Mütter dann Mutterschutz ist ja praktisch Ja, du brauchst dir nicht erzählen.

00:36:57: Deswegen auch so ... Also Mutter in Amerika muss sich auf gar keinen Fall sein und das finde ich auch ganz furchtbar.

00:37:03: Und ich kenne Freundinnen die Hochschwanger noch im achten Monat in der Bar abends standen um mal vorzuarbeiten für später.

00:37:15: Und dann einfach so okay zwei Wochen kannst jetzt freinehmen und dann musst du wieder zurück genannten Beruf.

00:37:20: also diese Flexibilität oder diese dieser Nichtschutz oder diese fehlenden Gesetze führen dann zu so einer Offenheit, die man sich für sich nutzen kann.

00:37:37: Aber auch nicht vor allem.

00:37:39: Richtig!

00:37:40: Und das finde ich super erklärt, weil genauso nämlich es auch war.

00:37:44: Also

00:37:45: ich finde diese Offenheiten total toll.

00:37:49: im künstlerischen Bereich liebt man natürlich diese Flexibilität und dass jeder alles, also du kannst morgen irgendwie Anwalt sein.

00:37:57: Und übermorgen sagst du ich bin jetzt Schriftsteller.

00:37:59: Genau!

00:38:00: Und

00:38:00: keiner wird blöd gucken?

00:38:01: Nein.

00:38:01: Ja okay

00:38:02: super

00:38:03: das wird noch gefeiert weil ja immer das stimmt ja auch was man davor gemacht hat fließt irgendwie wieder in die Arbeit mit rein und da bringt man Fähigkeiten mit die jemand anders nicht hat was dann in Deutschland schnell negativ gewertet wird.

00:38:19: Ja, aber...

00:38:20: Das finde ich.

00:38:21: aber das, was mir immer sich schade finde ist dass es in Deutschland eben sogar so extrem ist wie du gesagt hast.

00:38:28: Es wird zu gar nicht neutral gesehen sondern eher als negativer

00:38:31: auf solche Sachen.

00:38:33: Da denke ich immer so ach

00:38:34: okay.

00:38:35: Genau also wenn ich jetzt in Deutschland mich auf eine Stelle bewerben würde, würde mich gerade mal doch stört Wie das dann ist, wenn man sagt... Also wenn man Schriftstellerin und man schreibt kreativ auf zwei Sprachen.

00:38:50: Man lehrt.

00:38:52: Ja, man schreit Zachbücher aber auch Romane.

00:38:57: Und dann in der Lehre.

00:38:58: Mit der Tausend

00:38:59: Sasser.

00:39:01: Das geht doch nicht!

00:39:04: Es entscheidet dich doch mal!

00:39:09: Total!

00:39:15: Als wir gesprochen haben, übrigens hast du auch

00:39:19: eine Story erzählt

00:39:20: die mir so hängen geblieben ist.

00:39:22: Also ich weiß ja wie es ist ein bisschen durch mein eigenes Buch... Ich habe selbst Verlag gemacht

00:39:26: weil ich diese

00:39:27: Verlagsnummer umgehen wollte, weil ich so viele Horrorgeschichten gehört hab von Freunden nennen und die auch wirklich bei großen Verlagen

00:39:35: Bücher haben aber

00:39:38: alles nicht so einfach.

00:39:40: Und ihr habt aber einen Verlag gefunden?

00:39:43: Aber vorher gibt's noch so ne Story!

00:39:48: Apropos, aber alles nicht so... Das ist immer so gerädlich.

00:39:55: Ja genau!

00:39:56: Wir hatten einen anderen Verlag und dann nicht mehr.

00:40:01: Und zwar war das so.

00:40:06: Es gefühlt schon lange her.

00:40:07: Nimmer vergisst es.

00:40:07: Ich glaube, dass es gut ist.

00:40:09: Die Herren macht das schon so richtig, dass man solche Dinge dann auch wieder vergisst, weil sonst darf man sich da gar nicht zu sehr darauf konzentrieren und noch hinterherhängen.

00:40:18: Aber es war tatsächlich so, wir hatten dann diesen ersten Spaziergang zu Chinatown fertig.

00:40:25: Und das Buch lebt ja total von diesen Illustrationen.

00:40:29: Dieses Buch könnte ohne Illustration überhaupt nicht bestehen und das war uns von Anfang an klar.

00:40:35: Ich bin keine Illustratorin und meine Co-Autorin ist auch keine.

00:40:42: Problem, sage ich.

00:40:44: Dass wir den Text hatten und die Visionen und Ideen uns aber klar wurde, dass wenn wir das mit einem Verlag so vorliegen dann sieht er gar nicht was wir eigentlich vorhaben.

00:40:54: Wir brauchen jemandem mit dem wir zusammenarbeiten der es visuell umsetzen kann.

00:40:59: Wie macht man das?

00:41:00: Wenn man selber schon für die eigene Arbeit nicht bezahlt wird Und dann eigentlich aber auch nicht jemanden noch für umsonst fragen möchte da an einem Projekt teilzunehmen, die vielleicht auch selber einen Vollzeitstall hat.

00:41:12: Wo man es ja eh sich schon so schlimme findet dass gerade kreative Tätigkeiten oft nicht ansprechend bezahlt werden und dann kann man's selber auch nicht.

00:41:21: So ja und da waren wir in so ein bisschen zu einer Zwickmühle lange.

00:41:26: Wir hatten das Projekt dann auch eingeschickt nachdem wir so ein zwei Jahre dran gearbeitet haben.

00:41:32: Da kam aber nichts.

00:41:33: Ich bin auch in den USA nicht vernetzt, wie gesagt mit Verlagen und Lektorinnen.

00:41:39: Also wir hatten keine direkten Kontakte und so ging diese Proposal sehr schnell unter und dann wurde uns klar okay, wir müssen mit jemanden zusammenarbeiten um da einfach so ein visuell ansprechend so einen Speziergang direkt also eine Karte einfach illustrieren zu lassen damit es klar wird, was wir hier vorhaben.

00:42:03: Und dann ganz toll auch eine Freundin von mir, unsere Illustratorin Asia hat sich wirklich bereit erklärt für also minimal Bezahlung uns diesen ersten Spassiergang zu illustrieren.

00:42:20: und dann hatten wir einfach so zutritt die Hoffnung dass wenn man da jetzt viel arbeit rein geben und das dann irgendwann vielleicht später mal noch wieder was zurückkommt.

00:42:31: Also sie hat natürlich auch gehofft, dass es als Buch verlegt wird und wenn wir alle für diese Arbeit bezahlt.

00:42:40: Ja, so haben wir dann das Projekt in so einen Zustand gebracht.

00:42:45: Man kann ja mit Sachbüchern tatsächlich sich beim Verlag bewerben ohne dass das komplette Buch abgeschlossen ist.

00:42:53: Bei Romanen sehr selten muss man tatsächlich schon etabliert sein... ...dass da schon Vertrag unterschrieben wird wenn der Roman noch nicht fertig ist.

00:43:03: die wollen oft oder eigentlich immer das komplete Projekt sehen.

00:43:06: aber bei Sachbühnern kann es sein, dass man mit einer Idee schon einen Vertrag vorgelegt bekommt.

00:43:14: Und so haben wir dann das Buch... Wir haben natürlich währenddessen schon weiter gearbeitet.

00:43:20: also wir hatten die zehn Kapitel in einem Inwurf vorliegen und dann ein paar fertig illustriert.

00:43:32: Und dann haben wir, ich glaube tatsächlich über sechzig Verlage angeschrieben.

00:43:37: Also es ist ja auch, ich weiß nicht, was das ist.

00:43:41: Und einfach diese Arbeitsaufwand auch, das zu recherchieren und dann die Hoffnung nicht zu verlieren.

00:43:48: Der wird sowieso keiner drauf gucken.

00:43:49: Ich habe sogar selber mal in Deutschland noch während meines Germanistikstudiums bei Hoffmann & Kampel in Hamburg kurz gearbeitet und weiß wie es ist wenn meine Skripte an einen großen Verlag geschickt wird und wie das dann so die Leiter hoch geht zu der Person, die dann letztendlich die Entscheidung treffen kann und wie unwahrscheinlich es halt ist weil... einfach so viele Manuskripte, denen eh schon vorliegen von etablierten Autorinnen und AutorInnen die es schon im Programm haben.

00:44:14: Also da neu irgendwo reinzukommen ist einfach sehr schwer.

00:44:17: aber natürlich wollten wir's probieren.

00:44:19: So dann hat tatsächlich also wir haben da viel Arbeit reingesteckt und waren muss ich sagen an dem Punkt wo natürlich wenn dann wirklich mal jemand zurückschreibt das ist natürlich Wahnsinn!

00:44:33: Denkt ihr so jetzt?

00:44:34: aber Vielleicht sogar nur eine Absage, aber eine freundliche Absage.

00:44:39: Selbst das feiert man ja dann schon.

00:44:43: Man wurde gesehen!

00:44:44: Man

00:44:44: wurde hier sehen die E-Mail wurde geöffnet und dann kam tatsächlich nach der Zeit eine Antwort von einem ganz kleinen Verlag in Brooklyn und die meinten sie seh Ja, sie sehen da ganz viel Potenzial in diesem Buch.

00:45:03: Sie wollen es unbedingt mit uns machen und sie wollen das noch dieses Jahr rausbringen.

00:45:07: Das muss jetzt ganz schnell fertig werden.

00:45:08: Zack, zack, zuck!

00:45:10: Und ähm... Also die waren total begeistert.

00:45:14: Es war ein Lector.

00:45:19: Genau.

00:45:19: Ein kleines Verlagshaus also ich sage jetzt keine Namen.

00:45:24: Genau, es schwirrt auch noch irgendwie im Internet rum unter einem anderen Titel.

00:45:28: Das kommt voraus von dieser Geschichte.

00:45:31: Ja und dann waren wir natürlich... Ich meine nach Jahren Arbeit ist man total erleichtert und begeistert wenn jemand sagt, wir wollen das machen mit euch.

00:45:42: Weiß ich nicht was wir hätten anders machen sollen.

00:45:45: also im Rückblick ja immer alles viel einfacher.

00:45:47: aber ich glaube wir konnten's einfach nicht wissen.

00:45:52: Es war dann so, dass wir das Manuskript fertiggeschrieben haben.

00:45:55: Also wir haben alle zehn Spaziergänge.

00:45:58: Das sind ja über zwei Hundert Frauen in dem Buch alles fertig geschrieben.

00:46:02: Wir hatten eine Deadline für das Manu Skript... ...wir hatten einen Zeitplan bis zur Veröffentlichung,... ...wir hatten ein Termin für die Veröffentlichtung und wir hatten einen Buchcover.

00:46:14: Wir hätten auch einen kleinen Vorschuss bekommen was bei Sachbüchern auch noch mal bisschen gängiger ist als bei Romanen.

00:46:24: Genau, und den haben wir aber darauf verwendet natürlich um nach New York City zu reisen.

00:46:28: Ich meine muss man ja auch ... Also muss man auch nur sehen, wir hatten nicht nur die Zeit, die wir investiert hatten sondern wir hatten auch unsere Ausgaben.

00:46:36: also wir sind ganz oft einfach in der New York city rein.

00:46:39: Meine Co-Autorin lebt in North Carolina.

00:46:42: Die ist hochgeflogen so oft sie konnte Aber oft bin ich dann auch einfach aus von Upstate New York wo ich wohne zwei Stunden in die Stadt rein Hab so schnell wie die Spätzlinge, so viel wie möglich in einem Tag erledigt.

00:46:59: Der Vorschuss war komplett weg, ging für Reisen drauf und dann hat der Lector des Manuskript sich angeguckt und uns zurückgeschickt und guckt uns das Manuscript an und es ist einfach komplett anders.

00:47:16: Es ist ein anderes Buch!

00:47:18: Es ist, die Einleitung hat erst mal damit begonnen.

00:47:23: Ich will jetzt nicht ... wie soll ich sagen?

00:47:27: Das Buch, ich versuche jetzt meine... Die Einleitung ist natürlich eine Einleiterung zu Frauen in New York City.

00:47:36: Ist ja klar!

00:47:37: Das ist das Thema des Buches.

00:47:40: Das heißt nicht dass ganz viele tolle Männer auch in New-York City gelebt haben aber darum geht es einfach in den Buch nicht.

00:47:47: Also er hat einfach die Anleitung komplett umgeschrieben, sodass es dann mit Männern angefangen hat.

00:47:51: Es waren auch viel mehr Männer in den Kapiteln... also das war am Schluss eigentlich!

00:47:58: Ich sag's dir, Susie, das war wie im Film.

00:48:01: Wir haben uns so durchgelesen und dann haben wir uns angeguckt.

00:48:04: Hat er verstanden was wir hier machen

00:48:06: wollten?

00:48:09: Ja, es war auch echt traurig.

00:48:13: Wir konnten total

00:48:14: enttäuschend

00:48:15: nach Ne, fünf, sechs Jahren.

00:48:18: Wo wir dann endlich das ... Wir träumen schon von dem Tag der Veröffentlichung.

00:48:24: Da kommen mir das mal Skript zurück und es ist das Buch was man hier in einer Reiseabteilung, in eine Reiseführerabteilungen hat einfach so

00:48:32: Standard

00:48:33: zu die ganzen Klassiker.

00:48:35: Wer war da so in New York City?

00:48:37: Von den Männern Alles Tolle, wie gesagt alles tolle Männer.

00:48:40: Aber halt nicht das Projekt und dann haben wir jetzt ziemlich schnell gemerkt es ist nicht in guten Händen.

00:48:44: was machen wir jetzt?

00:48:45: Was machen wir Jetzt?

00:48:47: Das ist ja auch eine schwierige Entscheidung weil du hast jetzt endlich jemand gefunden.

00:48:51: Genau!

00:48:52: Was

00:48:52: machst Du

00:48:52: jetzt?

00:48:53: Genau, was machen Wir jetzt?

00:48:54: und da mussten wir uns tatsächlich auch... Wir haben einen Anwalt befragt weil wir haben ihren Vertrag unterschrieben und ich muss sagen also das vergisst man dann so auch schon wieder mit zwei, jetzt alles zwei drei Jahre her.

00:49:07: Aber ich... ja gerade als wir hier zu sprechen erinnere ich mich dass wir auch hatten Bedenken das wenn wir da jetzt aussteigen aus dem Vertrag dass wir dann als kompliziert abgestempelt werden könnten So komplizierte Frauen, die das nicht annehmen.

00:49:29: Wenn das Manuskript korrigiert wird und versuchen da irgendwie Probleme zu bereiten.

00:49:37: Und wir hatten wirklich ... Da war so ein Moment, wo wir uns dachten, nicht dass es irgendwie dann so kursieren.

00:49:42: Wir wussten auch nicht wie gut zur Verlage vernetzten in New York.

00:49:45: Nicht, dass wir dann so einen Ruf haben.

00:49:47: Dass wir irgendwie... Ja!

00:49:50: könnte uns das zukünftige Türen verschließen.

00:49:54: Was machen wir jetzt?

00:49:56: Und dann einfach auch zu sagen, okay ich muss jetzt irgendwie an meiner Spates ran um diesen Vorschuss zurückzuzahlen.

00:50:01: Diesen Mann

00:50:03: oder diesem Verlag der ... ja... Das Projekt überhaupt nicht verstanden hat und dann aber es ging schon drüber hinaus.

00:50:13: also es war schon auch dann.

00:50:15: respektlos ist wie mit uns gesprochen wurde Wie kommuniziert wurde Was danach noch folgte, was mit etwas getroht wurde.

00:50:24: Also so Drohungen wie verlegen das jetzt mit eurem Namen ohne dass ihr zustimmt?

00:50:29: Also wirklich, wo man sich denkt... Das ist ein Filmfilm!

00:50:35: Ich sollte eigentlich einen Buch und auch über dieses Buch machen, hatte ich mir gedacht.

00:50:38: Das könnte nur ganz gut.

00:50:40: Ich hätte mal noch gutmachen.

00:50:42: Ja also ihr habt euch dann entschieden wirklich zu sagen ne wir ziehen es zurück und es ging dann auch

00:50:48: genau Und das war aber ein richtiger Kampf.

00:50:51: Wir haben dann auch noch mal seine Unterschrift gebraucht, damit also diese Marke Walk Her Way, dass die auch wieder zurück an uns geht?

00:50:58: Dass wir alle rechte halben, rechte zu den Illustrationen... Der Vorschuss wie gesagt war natürlich es war weg, aber ist also klar was dann auch zu dem ja darum ging's dann schon auch gar nicht mehr.

00:51:09: Aber dann war natürlich so okay Dann haben wir so einen Feuer in uns entdeckt glaube ich weil dann haben wir gesagt so Okay jetzt erst recht Das Buch erscheint.

00:51:22: Und jetzt erscheinte es bei einem richtig großen Verlag, weil wir sind jetzt fertig und alle Illustrationen sind fertig.

00:51:30: Ich glaube ich war einfach auch richtig inspiriert von diesen Frauen über die wir geschrieben haben.

00:51:34: Ja, das stimmt!

00:51:37: Und aber auch auf ne, das muss man auch mal sagen.

00:51:40: Auf so eine sehr paradoxe Art ist uns dann passiert was vielen Frauen in dem Buch passen würde, ist nämlich dass sie im Schatten von ihrem Ehemann stand und nicht anerkannt wurden oder dass ihr Name abgeändert wurde und sie nicht den Erfolg hatten, den sie eigentlich hätte haben sollen.

00:51:58: Und so, ja, hab ich so gedacht, jetzt mal wieder nochmal passiert!

00:52:03: Ist natürlich schade für alle tollen Männlichen Lektoren, die sicherlich das Buch mit denen es in tollen Händen gewesen wären.

00:52:12: Wir waren auch überhaupt total offen.

00:52:13: Wir haben auch nicht gesagt wir müssen jetzt mit einem Team von Frauen zusammenarbeiten.

00:52:18: Aber das hat uns dann ja... Das war natürlich dann sehr schade dass das dann...

00:52:23: Aber spannend!

00:52:24: Weil ich habe mir das auch gerade gedacht als ob ihr auch so ein Setback haben müsstet weil ihr über diese Frauen recherchiert habt und euch so viel damit beschäftigt

00:52:34: habt.

00:52:35: Das ist mal so.

00:52:36: und dann auch dieser Test, es ist ja auch mal so ein Test finde ich.

00:52:39: Na was machst du jetzt?

00:52:42: Gibt's jetzt klein

00:52:44: Bein?

00:52:46: oder hier sagst du bleibst du dir treu und sagst nee das machen wir nicht.

00:52:50: Genau.

00:52:51: Ja, es stimmt.

00:52:52: Das Leben testet ein regelmäßig und dann... Und es hat sich ja gelohnt weil er hatte dann einen großen

00:53:00: Verlag bekommen und es lief dann alles gut, ne?

00:53:03: Wir haben dann das Buch genau sobald der Vertrag unterschrieben war oder beziehungsweise also der Auflösungsvertrag.

00:53:10: Und wir dann frei waren wieder neuen Verlagen anzubieten.

00:53:14: Haben wir direkt die fünf größten uns rausgesucht und innerhalb von vierundzwanzig Stunden von Hardy Grant zurückgehört und haben da ganz tollen Lektoren das Buch fertiggestellt, die jetzt auch eine Serie mit uns machen wollen.

00:53:28: Also walk away, vielleicht Munich oder Berlin.

00:53:34: Man kann ja auch nach Deutschland... Stimmt!

00:53:37: Genau es kann man weltweit machen.

00:53:39: Oder natürlich andere tolle Städte in den USA.

00:53:44: Ja also alles ging gut aus.

00:53:47: Voll.

00:53:49: Also das ist auch dieses Grad so wenn man so kreativ arbeitet finde ich und was erschafft.

00:53:56: Es ist

00:53:57: so schwierig dieses Kommerzielle, dann muss ihr irgendwann auch mal Geld verdienen.

00:54:02: Aber sich treu bleiben ist immer nicht so ein einfacher Weg.

00:54:06: aber ihr habt es richtig gemacht hat alles geklappt.

00:54:10: Danke dir!

00:54:15: Also wirklich auch an alle die zuhören müssen wir jetzt mal sagen also ich werde das auch gut euch allen zeigen auf Instagram und so weil es ist so ein hübsches Buch.

00:54:24: es ist ein schönes Buch für die Tasche Einfach, wenn man in New York ist sich da inspirieren zu lassen.

00:54:31: Also genau!

00:54:32: Ach ja vielleicht hast du noch kurz eine Geschichte von einer Frau

00:54:37: aus dem Buch

00:54:38: wo du sagst das es wirklich eine interessante Geschichte, die darin versteckt ist?

00:54:44: Ja so viele Interessante.

00:54:47: Ich tendiere natürlich... wenn nicht die Frage bekommen, oft dazu dann Hannah Arendt zu nennen.

00:54:53: Einfach dadurch dass ich am Hannah Arennt Center am Boyd College arbeite und viel mit Hannah Areandt zu tun haben und sie natürlich unbedingt auch ins Buch musste.

00:55:03: Aber ich könnte jetzt einfach vielleicht jemanden auswählen, der so ganz unbekannt ist.

00:55:09: also wir haben ja tatsächlich ... Die Mehrheit würde ich sagen es sind kreative Frauen, Schriftstellerinnen, Künstlerinnen Pänzerinnen, Schauspielerinnen.

00:55:19: Aber es gibt auch Frauen in den Spaziergängen die einfach so eine andere Karriere hatten oder die erste Waren in einem gewissen Beruf und da fällt mir Isabella Goodwin ein.

00:55:38: Die sind unserem Soho-Spaziergang Und die ist, ähm, achtzehnhundertfünfensechzig geboren, nineteen dreinvierzig verstorben.

00:55:47: Also Ende des neunzehnten Jahrhunderts hat sie gelebt und eh, die war die erste Detektive, die erste Frau in der Rolle für die New York-Polizei also NY-Bahn PD.

00:56:02: Und die hat auch echt...also das waren um mich so schön genau wie du sagst diese Geschichten zu recherchieren auszukramen oder in den Archiven zu finden, die war neunzehn Jahre alt als sie ihren ersten Mann geheiratet hat.

00:56:22: Ja John Goodwin und dann hatten sie direkt vier Kinder und dann ist ihr Mann gestorben.

00:56:29: das heißt sie war dreißig Jahre alt Mutter von vier Kindern alleine.

00:56:36: Ja, genau.

00:56:37: Und damals ist ja auch nicht typisch dass Frauen überhaupt gearbeitet haben.

00:56:40: also das Einkommen für die Familie war weg und ihr Mann hat damals der war Polizist Also er war bei der New York Police Department Er ist verstorben.

00:56:53: und dann haben im Ende des neunzehnten Jahrhunderts die NYPD zum ersten Mal Frauen zugelassen in der Rolle der Police Patron.

00:57:03: Und zwar ging es darum, dass Frauen dann so ein Betreuungsperson sein sollten für andere Frauen, die inhalftiert waren und für Kinder.

00:57:12: Also das war Fürsorge!

00:57:14: Das war nicht Polizei aber es war unter dem Unternehmen.

00:57:23: Sie hat tausend Dollar im Jahr verdient, also was selbst da sehr wenig war.

00:57:29: Also wirklich eine Ahre und das mit den vier Kindern finde ich einfach absoluten Wahnsinn!

00:57:35: Ich kann mir das gar nicht vorstellen oder?

00:57:37: Als absolute Brutal genau.

00:57:39: Und darauf hat sie sich dann beworben und es hat sie bekommen und dann hat sie angefangen zu arbeiten als diese Police Patrons und ihre Mutter hat dann auf die Kinder aufgepasst wenn sie zur Arbeit ist Ja, wirklich in den Krass.

00:57:54: Und dann hat sie angefangen ... Sie hatte es da immer so mitbekommen, was ja für Investigationen liefen und hat dann angefangen, da ein bisschen mitzuermitteln.

00:58:05: Dann gab's einen richtig großen Fall, den sie dann gelöst hat.

00:58:10: Da ging das auch um eine verdeckte Ermittlung.

00:58:12: Das war neunzehnt zwölf.

00:58:15: Und da ging es um den Diebstahl- und überfalle ... Genau.

00:58:21: Das war dann auch groß in den Nachrichten natürlich, aber sie war eben diejenige, die den Fall geknackt hat und dann haben Sie sie befördert.

00:58:29: Und so wurde sie dann den Diktiven, erste Frau.

00:58:34: An diesem Gebäude an dem man vorbeikommt erinnern wir eben an sie.

00:58:38: Und sie hat dann noch dreißig Jahre lang für die Polizei gearbeitet... ...und hat dann in ihren fünfzehn Jahren nochmal geheiratet einen Mann der dreißzig Jahre jünger war?

00:58:50: Also auch sehr untypisch.

00:58:52: Schon gerne?

00:58:53: Ja, genau und ähm ja.

00:58:58: Genau.

00:58:58: also bin ich irgendwie cool und ich glaube das war eine richtig coole Frau.

00:59:05: Zu damaligen

00:59:06: Zeit so was ist schon...

00:59:07: Genau.

00:59:08: Nicht schlecht.

00:59:10: Mut gehört dazu.

00:59:12: Wir haben auch tolle Frauen aus Deutschland, Eva Hesse die ja auch wirklich wahnsinnig Einfach trauriges und schlimmes Leben auch hatte.

00:59:22: Also ganz viele Schicksalsschläge, die auch in New York City gearbeitet hat ist zufälligerweise ... In unserem Spitzegang direkt nach Isabella Goodwin also auch ins Soho weil sie da ihre Galerie hatte.

00:59:36: Genau Ja und so lernt man über kleine und große Geschichten Und kann manchmal in die Gebäude rein.

00:59:47: Also es wechselt sich so ein bisschen ab, wir haben auch versucht da so im guten Rhythmus zu finden mit Orten wo man so ein bißchen länger bleiben kann.

00:59:54: zum Beispiel Museum vielleicht eine Architektin die dann das Gebäudedesign hat genau und dann könnte man natürlich auch ins Museum rein wie zb mit Museum oder Guggenheim oder New Museum oder man läuft einfach weiter dran vorbei drauf geachtet, dass es wie die Amerikaner sagen ein Evergreen ist.

01:00:15: Also das Buch... Wir haben uns zurückgehalten mit Cafés und Restaurants einfach aufgrund auch der Erfahrung mit der Pandemie, dass solche Dinge sich schnell ändern können.

01:00:27: also das Buch ist wirklich aktuell und alles sind Orte, die man besuchen kann und dann lehnt sich nichts ändert Richtung, also die... Direktions.

01:00:51: Brain freeze Englisch-Deutsch?

01:00:54: Das sieht man immer wieder

01:00:55: durch!

01:00:56: Ich versuche es wirklich nicht, weil das ist so peinlich wenn man dann länger im Ausland gelebt hat und dann mit dem Deutschen spricht und dann wenn man so halb Englische spricht.

01:01:04: mir ist das ganz wichtig dass ich im Deutschen bleibe und nie in so englisch halt englisch sprech.

01:01:10: aber manchmal ist es wirklich wenn man halt so lange im in der sprache dann gearbeitet hat und ich habe das buch jetzt auch auf auf englische geschrieben und in englischen auf english gedacht genau ja.

01:01:22: also weil man halt was ist das englische wort jetzt

01:01:25: direkt direktions richtung als anweisungen.

01:01:29: richtungsanweisungen oder ja würde

01:01:33: ich jetzt mal sagen ihr wisst schon was wir meinen

01:01:40: Wo man halt lang geht, gell?

01:01:42: Das haben

01:01:46: wir alles mit angegeben.

01:01:48: Genau dass man kein Handy braucht.

01:01:50: Man kann einfach mit dem Buch

01:01:51: los... Ah genau!

01:01:52: Ja das ist eben auch schön finde ich.

01:01:55: Man braucht wirklich nur das Buch und man muss keine Angst haben, dass man irgendwie verloren geht.

01:01:59: Dass man irgendwie nicht weiß wo man ist und nicht weiß wie man zum nächsten Stopp kommt sondern das ist alles mit in der Beschreibung Ja, sehr gut.

01:02:13: Also es ist wirklich... Ich halte sie hier in der Hand und schaue auch ständig drauf weil so schön ist!

01:02:21: Also ich finde das eine tolle Idee was ihr da umgesetzt habt und mal etwas ganz anderes.

01:02:25: Und ich finde halt auch zum Beispiel bei mir gibt's auch immer wieder viele Frauen die halt alleine nach New York kommen oder gerne kommen wollen und dafür finde ich eignet sich das auch total gut, weil man einfach mal so wie so ne haltende Hand hat.

01:02:40: Also wenn man nicht weiß, was mache ich jetzt heute oder morgen?

01:02:42: Okay.

01:02:42: Ich nehme mir einfach eine Nachbarschaft vor und lauf das ab!

01:02:46: Genau ist es perfekt.

01:02:47: Man kann super alleine

01:02:48: machen

01:02:48: können auch.

01:02:50: Und ich verspreche euch.

01:02:52: Man lernt Leute kennen die amerikaner Amerikanerin sind so offen.

01:02:56: Das ist auch etwas, was sich wirklich an Amerika sehr schätze.

01:03:00: Ich war es noch mein aller erster Tag in New York City.

01:03:03: Sind aus der U-Bahn hochgekommen haben erstmal verwirrt und alle Richtungen geguckt, auch total überwältigt von den Lichtern und den Häusern und dem Menschen.

01:03:14: Und dann wurde direkt erst mal gefragt hey kann man euch helfen?

01:03:18: You need help.

01:03:20: where do you want to go?

01:03:24: Man ist nie alleine in New York.

01:03:26: Nee

01:03:27: das stimmt!

01:03:32: Das ist ein ganz tolles Buch.

01:03:34: Wir werden auch welche verlosen, das werden wir noch organisieren.

01:03:43: Und

01:03:43: vielleicht machen wir so einen Spaziergang?

01:03:46: Richtig!

01:03:46: Wer hat noch überlegt, dass wir im Sommer ein Spazieregang mit dir machen?

01:03:50: Schön!

01:03:50: Das

01:03:51: organisieren wir auch noch.

01:03:53: Freue ich mich schon durch Greenwich Village und über Roosevelt Island die Insel... diese Insel, die an New York angegliedet ist.

01:04:03: Genau da habe ich schon Spätztegungen geleitet.

01:04:05: also ich bin gespannt was ihr euch aussucht welchen wir dann zusammen machen.

01:04:09: Ja cool!

01:04:12: Da freue ich mich auch drauf.

01:04:15: und jetzt zum Schluss wollte ich nochmal kurz zurückkommen auf das du unterrichtest am Bard College in Hudson, New York und oder?

01:04:26: Ja

01:04:27: genau.

01:04:29: Hat's ein Dali, so

01:04:30: wollen wir sagen.

01:04:31: Und es ist ja eine Uni die privat ist und diese Liberal Arts macht also Geisteswissenschaften Kunst und was ich ganz spannend finde kritisches Denken.

01:04:45: Also das ist mir gleich entgegengesprungen und es gibt da auch eine Dependance in Berlin.

01:04:56: Ja!

01:05:01: Wie ist das so da?

01:05:02: Also, das ist ja wieder mal sowas ganz Eigenes.

01:05:06: Ich glaube wenn ich jung gewesen... also, ich war ja mal jung.

01:05:09: Das wäre auch was für mich gewesen.

01:05:11: Also ne weil ich bin ja Musical, also ich habe ja Performing Arts studiert.

01:05:18: Ja genau, also das wäre auch etwas Interessantes gewesen.

01:05:20: aber vielleicht magst du doch noch einmal dieses kritische Denken oder sag doch dann nochmal was dazu, weil ich finde es irgendwie total spannend.

01:05:29: Darf ich erst doch was zum Campus sagen, wie schön der Gelegen ist zur Natur.

01:05:33: Ja!

01:05:34: Das hab ich ja

01:05:34: auch gelesen.

01:05:35: Ich dachte nicht mit Klickgut.

01:05:37: Hattest du einen kritischen Denken zu tun?

01:05:39: Aber weil oft, wenn ich sage, ich wohne in New York ist klar.

01:05:42: Denken Leute in New York City und dann sag' ich hab's in New york... Ich bin tatsächlich zwei Stunden nördlich von Manhattan.

01:05:48: also da fährt auch ein Zug hoch.

01:05:50: das gibt es in den USA ja auch nicht so oft Zugverbindungen.

01:05:55: Also ganz toll dass die Zuglinie für direkt am Herzen entlang ich kann das sehr empfehlen falls jemand nach New York kommt den Zug zu nehmen Und einmal ins Halten Valley zu fahren.

01:06:05: Man braucht tatsächlich ein Auto hier.

01:06:07: Es ist ein bisschen schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das ist auch nicht sehr amerikanisch und es gibt keine Busverbindungen.

01:06:16: Ja man braucht tatsächlich einen Auto aber es ist wunderschön gelegen hier.

01:06:20: der Campus ist direkt mit Blick über den Hudson Indyberge Catsgills.

01:06:24: ich weiß noch als ich das erste mal hier ankam da habe ich noch in North Carolina unterrichtet.

01:06:29: dann bin ich zu einer Konferenz tatsächlich an eine Ahrenkonferenz die jedes Jahr stattfindet gekommen Und ich konnte das gar nicht fassen, wie wunderschön dieser Campus ist mit den historischen Gebäuden noch aus dem neunzehnten Jahrhundert.

01:06:42: und dann sind da so Mansions die dann eingegliedert sind.

01:06:47: Man kann alles apropos spazieren gehen... Dann am Campus von Angebote zum nächsten Laufen.

01:06:53: Das kann dann auch mal zwanzig Minuten dauern, das ist alles sehr weitläufig.

01:06:57: Wow!

01:06:58: Ja aber es ist halt so eine richtige Campus-Uni.

01:07:00: also man kann da vielleicht... Vielleicht mache ich da mal einen Spaziergang, dachte ich mir schon, dass wäre ganz total schön da mal ein Frauenspaziergang anzubieten.

01:07:08: und Hannah Arendt ist ja auch auf dem Worldcampus begraben, die könnte man direkt mit reinnehmen.

01:07:14: Stimmt?

01:07:15: Ja genau Ja, und wie gesagt ich bin auf Bar gekommen.

01:07:22: Aufgrund dieser Konferenz.

01:07:24: Und ... bin angekommen und hab direkt Leute kennengelernt.

01:07:30: Fakultätsmitglieder kennengelernt.

01:07:32: Und dachte mir ja hier will ich sein, hier will Ich arbeiten.

01:07:36: Und dann zwei Jahre später habe ich hier also bin ich als Doktorantin angekommen.

01:07:43: Hab auch noch Forschung betrieben.

01:07:44: zu Hannah Arendt.

01:07:46: Und ja, also kritisches Denken.

01:07:50: Ja, das Motto von Bard ist A Place to Think.

01:07:53: Ein Hortsdenkens.

01:07:56: Hannah Arendt kann hier sagen... Also es auch sehr an sie geknüpft, obwohl das eigentlich... Kann ich jetzt noch kurz zum Abschluss.

01:08:03: Aber dieses Denken ist auch was, was in ihrem Werk sehr wichtig ist durch Dinge durchdenken, schreiben um über Dinge nachzudenken und jetzt gar nicht unbedingt zu so einer großen allumfassenden Lösungen zu kommen, sondern einfach durch das Denken zu verstehen und zu verstehen warum Dinge passiert sind.

01:08:21: Also sie hat sich im zweiten Weltkrieg dann geflohen aus Deutschland.

01:08:26: als Jüdin war da lange staatenlos und hat dann den Rest ihres Lebens in New York verbracht.

01:08:32: haben wir noch Zeit?

01:08:32: darf ich einmal noch kurz erzählen wieso Sie am Bard College begraben ist?

01:08:37: weil ich glaube dass es beim auch nicht vielen bekannt genau Und zwar hat ihr Mann am Bard College unterrichtet, Heinrich Blücher.

01:08:46: Und so hatten die auch mal zeitlang eine kleine Fernbeziehung von Manhattan nach Upstate New York und haben sich dann so Briefe geschrieben – das ist auch total süß!

01:08:54: Also diese Briefsammlung gibt es, sie ist veröffentlicht.

01:08:57: So kamen diese Verbindungen zustande und der Präsident, der heute noch Präsident ist an Bard College, hat Und war ein Student von Hannah Arendt in New York City.

01:09:10: Sie hat in New-York City unterrichtet und sie hat ihn damals an dem Board of Trustees empfohlen, als nächsten Präsidentin ist er der jüngste Präsident in eine Geschichte der Vereinigten Staaten geworden und feiert jetzt sein fünftigjähriges... Präsidentenjahr wird jetzt achtzig.

01:09:32: Genau, also das ist wirklich verrückt er dass er noch eine Verbindung zu Hannah Arendt hat die ja man denkt also ich denke mit Hannah arend so zwanzigstes Jahrhundert definitiv vergangenheit zweiter Weltkrieg.

01:09:45: und aber dafür ist es noch so eine direkte Verbindung genau.

01:09:47: und so kam's dass wir dann ihre Bibliothek von New York wurde ins Archiv in BART übergeben und so ist eben dieser Zusammenhang.

01:09:58: Und ich bin da am Harnaren Center tätig, wir haben ganz viele Programme im Publikationen zu ihrem Denken und zu ihren Werken.

01:10:05: Und dann noch ganz kurz dieser kleine Campus in Berlin genau den gibt es ein ganz schönes Austauschprogramm für Studierende und Zeit.

01:10:14: tatsächlich

01:10:15: letzte Woche

01:10:16: habe ich immer bekommen dass auch Fakultätsmitglieder jetzt so einen Austausche machen können, genau.

01:10:23: Und dann könnte man da mal so ein Semester in Berlin unterrichten und die können auch hierher kommen.

01:10:27: Das ist aber nun ganz kleiner Campus.

01:10:29: also die haben dreihunderte Studierenden im Vergleich zu Bar College hier drei tausend.

01:10:33: Also es ist schon nochmal... Genau das ist so eine kleine Ableger!

01:10:37: Aber ganz schön.

01:10:39: Ich würde jetzt noch einmal ganz kurz zum Abschluss.

01:10:41: Wir sind schon lange, aber es ist ja alles so interessant.

01:10:45: Weil ich bin ja immer ein Fan vom kritischen Denken.

01:10:48: Ja?

01:10:51: Weil ich ... Also, es geht ja auch ein bisschen so in dieses New York City Mindset von dem ich spreche.

01:10:59: Das haben wir jetzt auch viel besprochen.

01:11:02: Wie muss man manchmal ans Leben rangehen?

01:11:04: Dass die Dinge passieren und dieses kritische Denken ist, finde ich etwas was ja heutzutage so ein bisschen abhanden kommt.

01:11:12: Es gibt immer vor oft so die eine Seite und die andere Seite Und ich hab halt irgendwann gemerkt Vielleicht wäre es mal interessant, versuchen zu

01:11:23: verstehen

01:11:24: warum denkt die andere Seite so wie sie denkt.

01:11:29: Weil... Es muss ja einen Grund geben!

01:11:31: Die denken das ja nicht einfach so und auch wenn ich's vielleicht nicht annehmen muss kann ich's mir aber vielleicht mal anhören.

01:11:39: Aber wie siehst du das jetzt so mit diesem kritischen Denken?

01:11:43: Und heutzutage und wie ist das bei euch auf dem Campus?

01:11:47: Weil ich fand's spannend, was du gesagt hast.

01:11:49: Es geht gar nicht um ein Endresultat sondern einfach um diese Erfahrung an sich hier oben im Köpfchen einfach mal weiterzudenken.

01:12:00: Ja wie du richtig sagst.

01:12:03: das ist heutzutage und gerade auch denke ich in den USA ein ganz wichtiges Thema.

01:12:10: es ist schwierig weil durch das zwei Parteiensystemen es oft Meinungen aus zwei Lagen gibt.

01:12:21: Und dann ist man entweder für eine Sache oder für eine andere Sache und dann gehört man dieser Gruppe hinzu, oder der Gruppe hinsu.

01:12:27: Das sieht man ja an der Politik in den USA die in den letzten Jahren wirklich sehr kontrovers war und auch sehr in die Extreme ging.

01:12:35: also auf beiden Lagern muss man auch wirklich sagen rechts und links absolut genau und da muss ich sagen is mir Hannah Arendt einfach ne tägliche Inspiration auch immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, denen zuzuhören.

01:12:51: Die einfach die komplett andere Meinung haben, die anders denken mit dem man nicht übereinstimmt und einen offenen Dialog zu führen.

01:13:01: Und ich glaube das fehlt uns und das merke ich auch in Seminarräumen oder Vorlesungszählen dass das ganz wichtig ist, dass man Sprache... Also ich Es sollte natürlich nicht, das sage ich auch zum Beispiel.

01:13:18: Wir sind nicht respektlos, wir respektieren uns und man kann jetzt nicht einfach nur alles sagen und kannst jetzt nicht gemein... Wir sind jetzt nicht gemeinsam da, aber also wir attaktieren nicht die Person.

01:13:30: Aber wir können einfach eine ganz gesunde Debatte führen und einfach mal gucken wohin uns das führt?

01:13:39: Und vielleicht überdenken wir ja unsere eigene Meinung und kommen dann zu einem anderen Schluss?

01:13:43: Vielleicht auch nicht!

01:13:44: Aber dass man da so festgefahren ist in den Lagen und dann war jetzt in den letzten Jahren schon auch sehr viel, muss man sagen von der Linken, vom linken extremen Lager was zur Sprache angeht.

01:13:56: Und was man sagen darf und was man nicht sagen darf oder was okay ist.

01:14:00: Das finde ich ganz schwer gerade in einem Klima- und Umfeld wo es ja ums Denken geht wo einfach sowas unter kein Umständen eingeschränkt werden darf.

01:14:13: Und alle sollten sich gut fühlen, zu sagen das ist was ich denke und daher hoffe ich dass wir so einen kleinen Beitrag dazu leisten innerhalb von Bart, innerhalb von New York.

01:14:26: Wir haben auch Mitglieder...mitgliederin?

01:14:39: Mitgliederin?

01:14:43: Nein!

01:14:43: Mit Glieder in ganz USA.

01:14:45: Also tatsächlich landesweit, wir sind auch vernetzt natürlich Deutschland, Hanarien mit Institutionen und da einfach eine Gemeinschaft zu schaffen.

01:14:55: nur dieser Austausch stattfindet sehr wichtig voll vor allem wenn die Politik so extrem ist dann vor allem

01:15:06: ja total also es ist wirklich irgendwie

01:15:10: Ja,

01:15:11: also ich find's super.

01:15:13: Ich finds toll weil ich versuch das auch immer wieder die Leute zu inspirieren einfach mal zuzuhören und man muss eben wie du sagst nicht die andere Meinung dann haben.

01:15:23: aber einfach mal nur warum

01:15:25: ja

01:15:28: vor allem es geht ja sonst auch nicht weiter.

01:15:30: Das

01:15:31: finde ich toll.

01:15:32: Und ich muss auch sagen, ich muss mal schauen ob ich nicht mal ein Buch von Hannah Arendt lese.

01:15:37: Weil ich habe mich jetzt mal ein bisschen über sie informiert und fand das sehr spannend was die so für Aussagen getätigt haben weil viele davon muss ich sagen sind total aktuell.

01:15:48: Ja genau immer noch total aktuell.

01:15:50: also das ist wirklich.

01:15:52: und nochmal zurück zu unserem Thema Frauengeschichten.

01:15:58: Sie hat ein kompliziertes Verhältnis zu Feminismus, deswegen würde ich sie jetzt... Aber sie ist eine Frau und sie war einer der ersten Frauen die auch ernst genommen wurde in Deutschland als Philosophin und politische Denkerin.

01:16:14: Und sie war einfach furchtlos!

01:16:16: Also das ist sowas was mich an Hannah Arendt auch inspiriert, dass furchtslose denken, zu sagen was man denkt Es ist okay, wenn andere anders denken.

01:16:27: Aber sich da nicht irgendwie beugen und klein machen und verstecken sondern furchtlos denken.

01:16:38: Ja!

01:16:39: Das ist ein schöner Abschluss, Jana.

01:16:41: Ich danke dir sehr zügig.

01:16:42: Furchtloses

01:16:42: Denken.

01:16:45: Danke für deine Zeit und dein Input.

01:16:48: und ja jetzt schauen wir mal... Also wir wollen den Summerwalk machen, wir verlosen Bücher und schauen mal was uns noch alles einfällt.

01:16:56: Ja ich muss mal zu dir kommen!

01:16:58: Komm mal zu mir dann zeige ich dir den Campus.

01:17:00: das ist wirklich total

01:17:01: schön.

01:17:01: Ja gerne.

01:17:02: Das müssen wir wohl machen.

01:17:03: Schön.

01:17:05: Ich danke dir ganz herzlich.

01:17:07: Danke für die Einladung Susi und fürs Gespräch.

01:17:09: war ganz toll.

01:17:12: Und an euch alle.

01:17:13: tschau-tschau aus Mallorca.

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