74. Dirndl in New York: Wie die Stadt mein Denken verändert hat

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von The Big Apple Strudel.

00:00:06: Heute machen wir mal was ganz anderes, heute habe ich ein Audioschmankerl für euch!

00:00:14: Ich lese euch heute einige meiner Lieblingskapitel aus meinem Buch vor.

00:00:19: Alle die das Buch schon gelesen haben Jetzt bekommt ihr die Audio-Version.

00:00:24: Ich hoffe, die Worte landen noch mal neu in euch und alle, die das Buch noch nicht gelesen haben – viel Spaß!

00:00:33: Auf geht's nach New York!

00:00:39: Dirndl in New York Wie das New York City Mindset mein Denken revolutioniert hat.

00:00:46: Provinzkinderzimmer Und plötzlich war ich wieder eine davon.

00:01:00: Ich starte an die Decke und sah die kleinen Leuchtsterne, die vor dreißig Jahren dort hingeklebt hatte.

00:01:08: Sie leuchteten immer noch wie am ersten Abend.

00:01:11: Da muss ganz schön viel Chemie drin stecken, dachte ich mir.

00:01:15: Es fühlte sich an als würde ich auf mein altes Leben zurückblicken!

00:01:19: Wie oft lag ich in diesem Bett und träumte von einer Karriere als Sängerin?

00:01:26: von einem aufregenden Leben im Rampenlicht davon, im Ausland zu leben.

00:01:32: Vielleicht sogar in New York City?

00:01:35: Und wie früher ermunterten mich meine Eltern auch an diesem Abend dass ich alles regeln würde und ich jetzt Stück für Stück eine Lösung und einen Weg finden würde.

00:01:46: Ich lag da als hätte mich das Leben einfach so ausgespuckt Als würden sich mehrere Zeitlinien durchqueren Und ich verharte einfach nur, bis das Leben mich auf irgendeiner dieser Zeitlinien draufschubsen würde.

00:02:02: Gerade eben stand ich noch mit meinem Mann und unseren Koffern am Frankfurter Flughafen um zurück in unsere Wohnung nach New York City zu fliegen.

00:02:09: Doch nun lag ich alleine in meinem Bett im Kinderzimmer meines Elternhauses.

00:02:14: Die letzten zwölf Stunden waren die reinste Achterbahnfahrt.

00:02:18: Mein Mann und Ich waren nach Deutschland geflogen, um meinen vierzigsten Geburtstag zu feiern.

00:02:22: Wir verbrachten zwei herrliche Wochen mit meiner Familie und ein paar Tage mit meinen Freunden in München.

00:02:29: Ich hatte eine kleine Geburtstagsfeier geplant, die natürlich kurzfristig wegen neuer Pandemie-Vorschriften abgesagt werden musste.

00:02:37: Das war noch okay für mich.

00:02:38: dann wenn ich eines gelernt habe in den letzten zehn Jahren – dann war es flexibel zu bleiben!

00:02:43: Doch die letzten zwölf Stunden hatten mein Level an Flexibilität neue Höhen erklimmen lassen….

00:02:53: Mein Mann Mike und ich waren auf dem Weg zum Gate am Frankfurter Flughafen.

00:02:58: Da unser Flug um elf Uhr abheben sollte, hatten wir die Nacht im Hotel am Flughafe verbracht.

00:03:04: Ich kann mich bis heute genau erinnern wie wir die Rolltreppe in die große Check-in Halle heruntergefahren sind.

00:03:12: Unsere Herzen waren voll mit Erlebnissen unserer Liebsten Und wir waren bereit wieder nach Brooklyn zu fliegen.

00:03:18: Der Check-in Schalter lag etwas abgelegen hinten in der Halle.

00:03:22: Das kannten wir bereits von vorigen Abflügen.

00:03:25: Im ersten Pandemiejahr waren wir einige Male nach Deutschland geflogen, da ich die USA wegen meines Visums alle drei Monate verlassen musste.

00:03:33: Wir wussten welche Dokumente wir vorzeigen mussten und dass das Einchecken viel länger als normal dauerte.

00:03:40: Jedes Land hatte andere Regeln und man musste fast schon eine Inzuklüperdie vorherlesen um zu wissen was man darf und was Nicht!

00:03:49: Wir standen auch diesmal wieder einige Zeit an, denn alle Dokumente von allen Reisenden wurden gründlich überprüft.

00:03:56: Ich musste mehrere verschiedene Dokumete vorweisen – die alle gefühlte hundert Mal angeschaut wurden.

00:04:03: Wir waren jedoch beide entspannt da wir den Prozess ja kannten.

00:04:07: Mittlerweile hatte ich meine Heiratsurkunde in zwei sprachiger und beglaubigter Ausführung immer dabei und hatte alle Antworten für jegliche Fragen bereitgelegt.

00:04:19: Endlich waren wir an der Reihe und ich hatte schon beobachtet, dass die Dame am Check-In-Schalter sehr nervös war!

00:04:26: Sie machte zappelicke und unruhige Bewegungen.

00:04:30: Als sie den Pass meines Mannes zum Einscannen durch den Schlitz ihrer Tastatur zog, bemerkte ich wie ihre Hände zitterten.

00:04:38: Irgendwie tat sie mir leid – sie war wohl gestresst.

00:04:43: Als nächstes rief sie die Nummer der Einreisebehörde der USA an um die Erlaubnis für meine Einreise genehmigen zu lassen.

00:04:51: Auch das Prozedere war uns bekannt, doch diesmal hingen sie ungewöhnlich lange in der Warteschleife.

00:04:59: Mike und ich schauten uns fragend an und überlegten ob wir nervös werden sollten.

00:05:04: Entschlossen uns aber mit Blicken weiterhin im Chillout-Modus zu bleiben!

00:05:11: Es kommt gleich jemand von Homeland Security.

00:05:13: bitte warten Sie dort drüben, sagte sie zu uns und zeigte nach links.

00:05:17: Wir packten unsere Sachen und gingen auf die Seite, um weitere Reisenden nicht aufzuhalten.

00:05:24: Ich muss gestehen ich war zu diesem Zeitpunkt immer noch entspannt – und ich war mir sicher das wir bestens vorbereitet waren!

00:05:33: Da kam er plötzlich der Mann, der mein Schicksal verändern würde.

00:05:41: Er war einen halben Kopf kleiner als ich Druck ein weißes Hemd mit dunkelblauer Anzukose und hatte seine offizielle ID-Karte, um seinen Hals hängen.

00:05:51: Er sah wichtig aus!

00:05:52: Er nahm unsere Pässe und blättete sie gekonnt durch – Mit einem Swish Sound sausten die Seiten meines Reisepasses durch seine Finger.

00:06:03: Warum sind Sie hier in Deutschland gewesen?

00:06:05: fragte er mich.

00:06:06: abgeklärt Ich habe meinen Geburtstag mit meiner Familie und Freunden gefeiert.

00:06:11: Sie haben in den letzten zwei Jahren viel Zeit in New York verbracht.

00:06:14: Warum?

00:06:16: Diese Frage wurde ungemütlich, ich musste mich daran erinnern ruhig zu bleiben.

00:06:22: Mein Mann arbeitet und lebt in New-York.

00:06:24: Ich besuche ihn.

00:06:25: da ich immer noch auf meinen Interviewtermin für meine Green Card im Frankfurter Konsolat warte antwortete ich gekonnt.

00:06:33: Es sieht so aus als würden sie in den USA leben!

00:06:40: Obwohl ich sehr große Lust dazu hatte.

00:06:44: Ich habe nur in den letzten Monaten durch die Pandemie dort mehr Zeit verbracht, da wir beide einfach zusammen sein wollten und es nicht empfohlen wurde zu reisen.

00:06:52: Mir fielen seine langen Wimpern auf von denen jede Frau nur träumen konnte.

00:06:59: Sie müssen hier in Deutschland bleiben bis sie ihre Green Card haben!

00:07:02: Und mit diesem Satz klappte er meinen Pass zu.

00:07:06: Plopp!

00:07:08: Der wird zwar gut – bitte was?

00:07:12: Wieso?

00:07:13: Das kann noch ewig dauern, da wegen der Pandemie die Konsulate nur Notfälle bearbeiten.

00:07:18: Entgegnete ich selbstbewusst und ruhig!

00:07:21: Das kann sein aber ich kann sie leider heute nicht in den Flieger lassen.

00:07:26: Und wann kann ich dann wieder in die USA fliegen wenn Sie Ihre Green Card haben?

00:07:32: Aber wir sind in einer Pandemie.

00:07:34: Ich habe keine Regel gebrochen.

00:07:37: Sie müssen mehr Zeit in ihrem Heimatland verbringen, da sie noch kein Immigrantenvisum haben.

00:07:41: Ich kann leider die Regeln auch während der Pandemie nicht verändern – es tut mir leid!

00:07:46: Damit gab er uns unsere Pässe zurück und ging.

00:07:50: Mein Hals um mein Gesicht liefen knallrot an, denn mir war extrem heiß und ich kannte das Gefühl wenn sich hektische Flecken am einem ganzen Hals breit

00:08:01: machten.".

00:08:04: Er hatte während der ganzen Konversation wie eine Statue still neben mir gestanden.

00:08:10: Sein Gesicht war kreidebleich und seine Augen leer.

00:08:13: Und jetzt?

00:08:15: Wir konnten nicht begreifen, was gerade eben passiert war!

00:08:18: Wir wussten dass dieses Immigrationsdinge eine richtig blöde Angelegenheit war doch bis jetzt hatten wir nie Probleme gehabt.

00:08:26: aber diesmal hat er uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht Denn nun wurde jeder einzelne Passagier durchleuchtet.

00:08:35: Dafür hatten sie ja auch Zeit, bei so wenig Reisenden!

00:08:42: New York City Beauty und Fashion.

00:08:45: Beauty.

00:08:46: Mike und ich saßen auf der Couch in unserem Apartment in Dumbo.

00:08:51: Dumbo ist eine Nachbarschaft in Brooklyn direkt zwischen der Brooklyn Bridge und der Manhattan Bridge.

00:08:56: Dumbow heißt Down Under Manhattan Bridge Overpass.

00:09:01: Wir wohnten uns ca.

00:09:02: sechs Monate in der Stadt, alles war noch neu.

00:09:05: Abends ließ meistens ein NBA-Baskeballspiel im TV und wir wurden irgendwann wortkark da die Energie der Stadt in uns nachklang.

00:09:14: Wir waren beide in unseren Handys vertieft und ich tippte in Google ein Lash Extensions Manhattan!

00:09:23: Dann scrollte ich nach unten um zu sehen wie viel eine Wimpernverlängerung kosten würde.

00:09:29: oder heißt es Wimpering verdichtung?

00:09:31: Fragte ich mich?

00:09:33: Immer wieder hatte sich New Yorkerinnen in die Augen geschaut und war hypnotisiert von ihren Wimpern.

00:09:39: Ob in der U-Bahn, im Café oder an der Kasse bei Bloomingdale's – diese langen elegant geschwungenen Wimpering verfolgten mich!

00:09:46: Sie sahen so echt aus aber es konnte nicht sein dass so viele Frauen zufällig so schöne lange Wimmern hatten….

00:09:54: Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit einer Brasilianerin in Frankfurt.

00:09:58: Sie hatte auch so wunderschöne Wimpern und klärte mich auf, dass in New York City viele Frauen Wimpernverlängerung machen lassen.

00:10:07: Die Brasilianerin war von Manhattan nach Frankfurt gezogen und gönnte sich auch hier jeden Monat ihre Wimpering.

00:10:13: Und nun hat er auch dieser Beauty-Hack mich in seinem Bann gezogen – ich wollte auch diese New York-City-Wimperngaben!

00:10:22: Nach einigen Minuten Recherche wurde klar, das das ein teurer Spaß werden würde… und dass das Ganze viel hochentwickelter war als ich dachte.

00:10:43: Hundertfünfzig Dollar, Removal entfernen fünfzig Dollar und das Ganze ohne Mehrwertsteuer.

00:11:04: Wow!

00:11:05: Ich konnte mich entscheiden zwischen natürlich verführerisch oder neidvollem Augenaufschlag – ich war auf einer heißen Spur.

00:11:13: Nach einigen Minuten weiterer Recherche über die tägliche Handhabung der eleganten Wimpern fragte ich mich ob das wirklich etwas für mich war?

00:11:22: Keine öligen Produkte benutzen, wimpern täglich bürsten.

00:11:26: Augen nicht reiben – am besten keine Mascara benutzen!

00:11:30: Beim Duschen möglichst wenig Wasser hinkommen lassen?

00:11:33: Nicht

00:11:33: rumzupfen?!

00:11:35: Naja… ich atmete säufzend aus.

00:11:39: Ich war eher der pragmatische Typfrau, der wasserfeste Wimperntusche trägt.

00:11:44: Ich reibe mir tagsüber mehrmals gerne meine Augen.

00:11:47: Abends wird das Gesicht inklusive Augen wild abgerubbelt um schnell ins Bett zu

00:11:51: kommen.".

00:11:52: Das schien nicht wirklich kompatibel mit den Vorkehrungen, die man bei Fake-Wimpern machen musste.

00:11:58: Außerdem, wenn ich mal ganz ehrlich bin, konnte ich es mir nicht leisten jeden Monat so viel für Wimpernaus zu geben.

00:12:05: Schade!

00:12:06: Während ich meinen Gedanken nachging kam von meiner linken Seite folgende Frage von Mike.

00:12:12: Meinst du, ich sollte mir die Ohren anlegen lassen?

00:12:16: Ich blickte zu ihm rüber und sah wie er mich ernst anschaute und mit den Fingern seine Ohren an seinen Kopf drückte.

00:12:26: Fassungslos starte ich ihn an, um dann in schallendes Gelächter auszubrechen!

00:12:31: Du glaubst nicht?

00:12:33: Was ich gerade geguggelt habe, entgegnete Ich ihm Wimpernverlängerung.

00:12:38: Wir mussten beide herzlich lachen.

00:12:40: Das war unsere erste Begegnung Mit dem Beauty-Wahn von New York City.

00:12:45: Sogar meinen Mann hatte es erwischt.

00:12:48: Fashion Morgens in der U-Bahn von Brooklyn nach Manhattan bin ich meistens eine der wenigen, die nicht in ihr Handy schaut.

00:12:57: Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt, den Menschen zu beobachten – vor allem natürlich die Damen!

00:13:03: Es ist für mich extrem faszinierend wie man früh um sieben Uhr dreißig bereits so aussehen kann, wie ich nur aussehe wenn ich mich abends für ein elegantes Dinner mit meinem Mann an unserem Hochzeitzag herrichte.

00:13:16: Wann stehen diese Ladies auf?

00:13:18: Wieso sehen ihre Haare aus, wie frisch vom Friseur?

00:13:22: Der Aufwand der am frühen Morgen bereits betrieben wird lässt mich nur staunen.

00:13:27: Selbstverständlich sind die Kleidung und die Assessoires perfekt aufeinander abgestimmt – es macht übrigens keinen Unterschied ob jemand in die Bank nähe Wall Street unterwegs ist oder in die hippe Marketingagentur in Suho.

00:13:40: Die Styles sind unterschiedlich jedoch nicht die Finesse, die in diese Umsetzung eingeflossen.

00:13:47: Ich muss immer an eine New Yorkerin denken, die früh in ihrem perfekt gestalten Seven-D's Look in das Subway saß.

00:13:54: Ich habe sie während der ganzen Fahrt angestarrt!

00:13:57: Ihre Haare waren perfekte Afro-Locken Sie trock große goldene Ohrringe Eine riesige Sonnenbrille Einen engen schwarzen Pullover Blaue Schlag jeans Braunen Ledermantel Braune Tasche und braune Plateau High Hills und dazu viele goldene Ringe an der Hand.

00:14:19: Sie arbeitet garantiert bei Vogue, dachte ich mir.

00:14:23: Ich war hingerissen von ihr – sie saß da wie eine Göttin!

00:14:27: Eine ältere Dame die ihr Diagonal gegenüber saß, war von ihr genauso begeistert wie ich und zeichnete sie heimlich in ihrem Nozitzbuch nach.

00:14:43: Mode und Selbstwertgefühl beeinflussen sich.

00:14:47: You can have anything you want in life if you dress up for it.

00:14:52: So stand es an einer Wand im Kaufhaus Bloomingdale's.

00:14:55: Du kannst also alles im Leben haben, wenn du dich dafür schick machst.

00:14:59: Ich liebe Bloomingdales.

00:15:01: Es wurde eighteenhundertsechzig von zwei Brüdern In der lower Eastside in Manhattan gegründet Und sie verkauften vorwiegend Kleidung- und Modeartikel aus Europa.

00:15:12: Später zog der Laden in die Aberiszeit, wo er heute noch einen kompletten Straßenblock einnimmt.

00:15:18: Solltest du New York City sein würde ich dir empfehlen einmal durch den Laden zu spazieren – es macht einfach Spaß!

00:15:25: Und schau unbedingt immer wieder um die Ecken oder in Nischen denn die Sailorregale sind oft gut versteckt.

00:15:33: Sprüche wie das Leben ist so kurz um sich schlecht anzuziehen oder Kleider machen Leute nehmen New Yorker ernst.

00:15:41: Sogar am Wochenende oder in der Freizeit sieht Casual beziehungsweise der legere Stil trotzdem cool aus.

00:15:49: Mit High End Leggings, Statement Sweatshirts, Turnschoen- oder Birkenstocksandalen und mit einer Hippenkappe auf dem Kopf schlendern New Yorkerinnen am Samstagmorgen zum Bagel Store – ich habe mir das inzwischen abgeschaut!

00:16:03: Was wir unter Freizeitlook verstehen, nämlich weil die Chockinghose schlapper T-Shirt und Crocs oder Adiletten hat in New York City nichts verloren.

00:16:12: Mann und Frau wollen am Wochenende in Wohlfühlklamotten durch die Straßentingeln aber trotzdem da Finness nicht fehlen!

00:16:20: Und dieser Kompromiss ist genial!

00:16:23: Meine praktische deutsche Ader freut sich, da ich nicht ewig überlegen muss was ich jetzt anziehe um cool auszusehen.

00:16:29: Ich brauche immer sehr lange um perfekt gestalt zu sein.

00:16:32: Ich weiß nicht, wie manche Frauen ruckzug ihr perfektes gestaltes Outfit finden.

00:16:38: Ich probiere mehrmals verschiedene Outfits und finde das Meister am Ende suboptimal um dann wieder auf das alt bewährte langweilige zurückzugreifen.

00:16:47: Und wenn es richtig nach High Fashion aussieht, ist es meistens unbequem und ich muss entweder ständig den Bauch einziehen oder kann mich nicht bequem hinsetzen.

00:16:58: Der Trick liegt darin, etwas auszusuchen das bequem ist aber trotzdem hochwertig aussieht.

00:17:05: Und mittlerweile gibt es viele Marken die das hervorragend umsetzen.

00:17:10: Eine schwarze sehr gut sitzende Legens vielleicht auch noch mit Shape Effect ist die universell einsetzbare Komponente.

00:17:18: Dazu kannst du dann verschiedenes kombinieren.

00:17:21: Noch ein zwei Accessoires dazu – fertig!

00:17:24: Schon isst man bequeme aber cool unterwegs.

00:17:27: Genauso gibt es mittlerweile Jogginghosen aus hochwertigen Stoffen, die dann locker getragen werden können.

00:17:43: Menschen, die nicht immer gleich zeigen wer sie sind oder was sie haben faszinieren mich.

00:17:48: Irgendwie habe ich das Gefühl Sie sind mit sich im Reinen und müssen sich nicht über ihr Ego definieren.

00:17:54: Gleichzeitig vermitteln sie einem ein geheimnisvolles Gefühl von Da steckte mehr dahinter.

00:18:01: Das sollten wir auch für uns nutzen!

00:18:03: In anderen Menschen Neugier zu erwecken ist eine clevere Taktik und sorgt immer für eine Überraschung.

00:18:10: Diese Taktique hatte auch die besagte Yoga-Lehrerin, die mich zu ihrem Buchklub eingeladen hat.

00:18:17: Bei unserem ersten Treffen ging ich zu ihrem Apartment Complex in Chelsea.

00:18:21: Ich sagte an der Rezeption meinen Namen und zu wem ich wollte unter.

00:18:26: Concierge sagte Take the elevator to the penthouse.

00:18:31: Äh, bitte was?

00:18:34: Hab ich gerade Penthouse

00:18:35: gehört?!

00:18:37: Ich stolperte verwirrt zum Aufzug und drückte die Taste P H Penthouse.

00:18:45: Meine Yoga-Lehrerin begrüßte mich an ihrer Wohnungstür!

00:18:48: Ich zog Jacke und Schuhe aus und stand plötzlich in einem Wohnzimmer mit direktem Blick auf das blinkende Empire State Building.

00:18:58: Meine Kindlade klappte nach unten.

00:19:00: Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass sie so eine Wohnung hat!

00:19:06: Ich hätte so gerne ein Bild oder ein Video mit meinem Handy gemacht – aber mich natürlich nicht getraut.

00:19:12: Ich gebe zu, ich wollte cool sein und nicht wie eine deutsche Touristin rüberkommen.

00:19:17: Stattdessen habe ich mich so auf das Sofa gesetzt, daß sich den ganzen Abend auf das Empire blicken

00:19:23: konnte.".

00:19:24: Übrigens auch ein sehr schönes Beispiel für das über den Dingen stehen.

00:19:29: Ich wollte eigentlich ausflippen und hüpfen schreien, wow was für eine Krastu bitte!

00:19:36: Und dieser Blick wird man damit derzeit abgebrüllt?

00:19:39: Stört dich das Geblinke beim Schlafen?

00:19:41: Darf ich dich öfters besuchen?

00:19:43: Darfe ich einen Video machen?

00:19:45: Kannst du ein Foto von mir machen vom Empire State Building dass sich dann auf Instagram posten

00:19:51: kann?!

00:19:53: In diesem Moment habe ich mich entschieden über meiner innerlichen Begeisterung zu stehen.

00:19:58: Ich wollte nicht, dass mein Dorfmädchen durchkommt oder ihr das Gefühl geben, dass ich sie unterschätzt hätte.

00:20:05: Stattdessen war ich äußerlich gechillt und habe cool gesagt – schönen Ausblick!

00:20:10: Hast du da?

00:20:12: Ein weiteres Beispiel für sprich weniger als Du weißt hab mehr als Du zeigst lieferte ein österreichischer Schauspielkollege den ich aus einem Schauspulkurs kannte.

00:20:23: Er war ein normaler eher ruhiger Typ.

00:20:25: Eines Tages hatte er mich auf seine Weihnachtsfeier eingeladen.

00:20:28: Ich wusste, dass er bei mir in Dambo wohnt aber wusste nicht genau wo.

00:20:33: Er schrieb mit die Adresse – ich ging kurz um den Block und stand vor einem fünf Millionen Dollar Townhouse!

00:20:40: Ich war verwirrt… Und schaute nochmal auf mein Handy ob ich wirklich die richtige Adresse hatte.

00:20:47: Erneut war ich baff.

00:20:48: Da ich auch hier nie im Leben gedacht hätte das diese Person so ein Zuhause hat.

00:20:53: Es war, als hätte die Vogue-Chefredakteuren persönlich das Reihenhaus eingerichtet.

00:21:00: Ich tapste völlig geschockt die Treppe hinauf in die Küche, wo sich bereits andere Gäste tummelten.

00:21:06: Kaum war ich am Kühlschrank angekommen, blickte ich in die Augen des Schauspielers Paul Giamatti.

00:21:12: Erst einige Wochen zuvor hatte ich die Serie Billions mit meinem Mann zu Ende geschaut, in der Paul die Hauptrolle spielt – er lächelte höflich mit einem Unterton von Ja?

00:21:23: Ich bin es.

00:21:24: Und unterhielt sich weiter!

00:21:26: Ich nickte höflich und unbeeindruckt zurück, wobei ich glaube er hat genau erkannt wie geschockt ich war ihn zu sehen.

00:21:36: Susi du stehst im gleichen Raum wie ein sehr bekannter Schauspieler dachte ich mir bei einem ersten Glas Wein.

00:21:43: Du befindest dich in der richtigen Frequenz.

00:21:46: Menschen haben verschiedene Geschichten im Hintergrund die wir nicht immer sehen können Sowohl positive als auch traumatische Erlebnisse.

00:21:54: Wir sollten weniger urteilen und immer davon ausgehen, dass da ein Raum dazwischen ist, den wir nicht kennen.

00:21:59: Wir selbst müssen nicht immer gleich zeigen wie wir sind und was wir haben – wir können einfach existieren und die Menschen unsere Geschichte herausfinden lassen!

00:22:10: Die Neugieren anderen wecken?

00:22:12: Mehr zuhören als reden Das habe ich in Nürxity gelernt.

00:22:17: Es gibt Menschen, die zeigen gleich wie sie sind und andere Die haben ein Geheimnis.

00:22:23: Und das sind die Menschen, die einen faszinieren.

00:22:26: New York City Disziplin Yoga.

00:22:31: Ich kann es nicht beschönigen!

00:22:33: New Yorkerinnen sind einfach diszipliniert und entweder machst du mit oder du bist verloren.

00:22:38: Manchmal finde ich die Disziplinen, die in viele Bereiche des Alltags gesteckt wird extrem aber die Menschen die in den Big Apple kommen sind aus ihrem vorigen Leben herausgewachsen.

00:22:50: Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass sie ziemlich gut sind in dem was Sie tun ist sehr hoch.

00:22:57: Und das fließt auch in den privaten Alltag ein!

00:23:01: Wir waren gerade einige Tage in unserer Wohnung angekommen als wir abends im Bett lagen und ich auf der App des lokalen Yoga-Studios nach Kursen suchte.

00:23:10: Da stand sechs Uhr – alternativ sechs Uhr dreißig.

00:23:15: Ich schaute noch mal hin da ich dachte ich hätte mich verlesen.

00:23:18: Das meinen die jetzt nicht ernst.

00:23:20: Oder doch, dachte ich mir in meinem gemütlichen Bett!

00:23:25: Ich postete einen lauten Lacher durch meine Lippen.

00:23:28: Wer um Himmels Willen geht denn bitte um diese Uhrzeit freiwillig in den Sport?

00:23:33: Da müsste schon Chris Hemsworth persönlich der Yoga-Lehrer sein damit ich mich um diese unchristliche Zeit dorthin

00:23:39: schleppe.".

00:23:40: Und da Chris sicherlich nicht mein Lehrer sein wird, saß ich am nächsten Tag mit zehn anderen Yogis um zwölf Uhr mittags schön gemütlich im Lotus-Sitz, im Yoga-Studio und sunkte fröhlich vor mich hin.

00:23:57: Und gleich nochmal!

00:24:03: Einige Wochen später streckte ich meinen Bein nach oben im herabschauenden Hund und versuchte während der Übungen meiner Nachbarin nicht in die Quere zu kommen.

00:24:13: Zwischen meiner und ihrer Mathe waren zehn Zentimeter.

00:24:17: Der Jogi vor mir hatte einen leicht auftränglichen Geruch an seinen Füßen, und die Luft im Raum wurde von Minute zu Minute stickiger!

00:24:26: Ich befand mich mit vierzig anderen in der sechs Uhr dreißig Hot-Yoga Stunde – ja genau.

00:24:33: Sechs Uhr Dreißig hot Yoga.

00:24:35: Die Stunde war brechend voll für meinen Geschmack zu voll.

00:24:39: Wie das passieren konnte weiß ich nicht.

00:24:42: Es war ein schleichender Prozess.

00:24:44: Das gehetzte New York hatte mich am Schlavittchen und zerrte mich durch die Wochen, aber ich fühlte mich auf einmal wie ein Teil davon!

00:24:53: Mit mir sind frühmorgens tausende andere New Yorkerinnen unterwegs – und wir alle finden es irgendwie geil!

00:25:01: Das pure Leben das pure New York Ein Leben in der Stadt, die niemals schläft Und die auf niemanden wartet.

00:25:10: Welcome to New York City, baby!

00:25:12: In der besagten Joghurtstunde früh um sechs Uhr dreißig hatte ich auch einen Reality-Check bekommen.

00:25:18: Neben mir trainierte eine ältere Dame – Ich schätzte sie auf sechzig Plus.

00:25:22: Sie sah toll aus in ihrem schicken eng anliegenden weißen Yogaoutfit.

00:25:28: Ich blickte während der Stunde immer wieder zu ihr rüber, um immer wieder bestätigt zu bekommen was mein Gehirn mir in Dauerschleife abspielte.

00:25:40: und durchtrainierter als du.

00:25:42: Sträng dich mal mehr an!

00:25:46: Schwer beeindruckt war ich auch von einem älteren Mann, der nach der Yoga-Stunde immer Kopfstand und andere wilde Posen machte.

00:25:53: Ich grüßte infreundlich und hoffte, dass sich eines Tages diese Posen auch können würde.

00:25:59: Eine Lektion die ich gelernt habe – was Sport oder Tanzunterricht in Yükseldie betrifft ist diese Es wird immer jemandem geben, der besser isst als Du und jemandem, der schlechter.

00:26:09: Du befindest dich immer in der Mitte.

00:26:12: Irgendwie finde ich das beruhigend, als sich das kapiert hatte habe ich mich eindeutig öfters getraut verschiedene Klassen zu besuchen.

00:26:20: Sobald du dich damit abfindest dass es immer bessere geben wird wirst du nicht ganz so geschockt sein wenn du dann die Creme de la Crème neben dir stehen hast, die fünfmal so viele Piureten drehen kann wie du.

00:26:33: Nimm es als Motivation!

00:26:35: Das ist extrem wichtig.

00:26:37: Sonst gehst du ganz schnell unter und wirst einen Koffer packen und gehen!

00:26:41: In New York City muss man damit leben können, mittelmäßig zu sein.

00:26:45: Du darfst dich nicht einschüchtern lassen?

00:26:47: Ich sage mir in solchen Situationen jetzt immer… ach schau an das ist möglich Susi da ist ja noch viel Luft nach oben.

00:26:56: ich nenne das liebevolle Motivation.

00:26:59: Du solltest immer Kollegen oder Mitstreiterinnen haben, die etwas besser sind als du.

00:27:05: Und dein Ziel sollte es sein, die Nummer eins zu werden um dann weiterzuziehen.

00:27:10: Das ist das Mutter im Big Apple.

00:27:12: So landen die Menschen in New York City.

00:27:14: Sie sind die Besten auf ihrem Gebiet und landen dann schließlich... ...in New York!

00:27:18: Und solltest du noch nicht die Beste in deiner Branche sein?

00:27:21: Dann wirst du es… In New York.

00:27:31: Psychische Widerstandskraft Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

00:27:40: Oxford Languages.

00:27:43: Ich denke der Moment ist gekommen für meine Schauspielunterricht Story.

00:27:47: Nach einigen Monaten in New York hatte ich mich endlich getraut, mich für einen Kurs anzumelden nachdem mir mein Barista-Freund Pete Denn einem Café in meiner Nachbarschaft arbeitete, einen Schauspielstudio empfohlen hatte, indem er als Assistent arbeitette.

00:28:03: Mein erster Kurs war mit dem Gründer des Studios – ich war mächtig aufgeregt!

00:28:08: Es lief ganz okay und wie bereits erwartet gab es unter den fünf Teilnehmern welche die unerfahrener waren als ich zum Glück….

00:28:18: Es war kein Zuckerschläcken aber ich war stolz auf mich überhaupt anwesend zu sein.

00:28:23: Einer meiner Kollegen war ein Österreicher, der witzigerweise auch noch in derselben Nachbarschaft wohnte in Brooklyn.

00:28:30: Ich hatte das Gefühl gleich einen Freund zu haben!

00:28:32: Der Lehrer fragte uns Warum seid ihr Schauspieler und Schauspielerinnen?

00:28:37: Wir stammelten alle eine schnulzige Antwort und ich sagte Weil ich Menschen inspirieren will und es mir Spaß macht.

00:28:47: Er blickte uns lächelt an und erwiderte We starten ihn an und ich hörte meine Kollegen neben mir heftig schlucken.

00:29:06: Die einzigen drei Gründe, um in das Schauspielgeschäft einzusteigen sind Geld rum oder Macht.

00:29:12: Welcher Grund ist deiner?

00:29:15: Wie unromantisch dachte ich!

00:29:18: Als ich an der Reihe war sagte rum, naja und auch Geld.

00:29:25: Schluck wie oberflächlich!

00:29:29: Das sah sich nun in der Realität des New York City Showgeschäfts.

00:29:33: Nach längerem Überlegen glaube ich an seiner Aussage ist was dran Dahinter steckt natürlich etwas tieferes Meistens dass man als Schauspielerin den eigenen Selbstwert von außen aufpolieren lassen will.

00:29:45: Man will gesehen werden und beweisen das man es kann.

00:29:49: Irgendwie fühlt sich diese Erkenntnis an als würde ich in einen Cupcake beißen, der mit Senf gefühlt ist.

00:29:55: Enttäuschend!

00:29:57: Wir hatten eine Woche Zeit um eine Szene vorzubereiten die unser Lehrer Andy für uns ausgesucht hatte.

00:30:03: Meine Szene gefiel mir sehr gut – sie war aus der TV-Serie Good Girls Revolt und die Rolle war eine nerdy naive Fotografin einer Zeitschrift.

00:30:13: Ich konnte mich selbst in der Rolle erkennen.

00:30:15: Der Tag kam und als sich den Unterrichtsraum in Manhattan betrat musste ich lachen.

00:30:20: Wer saß da?

00:30:21: Mein Barista-Freund Pete.

00:30:23: Er saß am Tisch und war Assistent an dem Tag.

00:30:26: Zuerst freute ich mich, doch dann dachte ich mir – oje!

00:30:29: Hoffentlich blamiere ich mich nicht vor ihm?

00:30:33: Wir sollten alle mit einem Partner die Szene vorspielen.

00:30:36: Mein österreichischer Kollege stand mir also gegenüber und übernahm die andere Rolle in der Szene.

00:30:42: Wir fingen an und wurden ständig unterbrochen.

00:30:46: Das kaufe ich dir nicht ab.

00:30:47: Das ist nicht authentisch.

00:30:49: Die Satzmelodie ist nicht

00:30:50: korrekt.".

00:30:51: Du verkrampfst dich.

00:30:52: Fang noch mal von vorne an!

00:30:54: Das würde die Rolle so nicht sagen, was bedeutet der Satz für die Persönlichkeit der Rolle?

00:30:59: Warum sagt sie das?

00:31:01: Was ist der Subtext?

00:31:02: Worauf will sie hinaus?

00:31:04: Du verkramfst Dich wieder.

00:31:06: Achte wieder auf die Satzmelodie.

00:31:09: Ich war kurz vom Rollen.

00:31:11: Ich bin kein einziges Mal komplett durch die Szene durchgekommen.

00:31:15: ich wurde jedes Mal unterbrochen.

00:31:18: Mein inneres Bebte und ich musste mich zusammenreisen, nicht vor Wut zu weinen.

00:31:26: Ich blickte zu meinem Baristerfreund Pete rüber, der mich nur mitleidig ansah.

00:31:30: – Wunderbar dachte ich!

00:31:32: Schön blamiert hast du dich da!

00:31:35: Ihr spielt die Szene jetzt auf Deutsch in euren eigenen Worten, trug Andy uns auf.

00:31:40: Was taten wir dann auch?

00:31:42: Nachdem wir singgemäß einmal durch waren, sagte Andy….

00:31:46: Jetzt warst du authentisch.

00:31:49: Du musst verstehen, dass Englisch nicht deine Muttersprache ist und du emotional einen neuen Zugang finden musst.

00:31:56: Ich war geschockt!

00:31:58: Mein Englische ist wirklich sehr gut – ich hatte Englisches Leistungskurs im Gymnasium und seit elf Jahren einen Native-Speaker als Partner.

00:32:07: Doch ich musste mir eingestehen das erreicht hatte?

00:32:11: Während ich die Szenen English gespielt hatte bemerkte ich, daß sich irgendwie holperte und es mir schwer viel durchzukommen.

00:32:19: Auch die Emotionen, die ich eigentlich fühlte, konnte ich nicht so wirklich transportieren.

00:32:24: Mir war nicht bewusst, dass es in mir eine Diskrepanz gab zwischen englischer Sprache und meinen Gefühlen.

00:32:31: Da lag ein Graben dazwischen – und es gab keine Brücke!

00:32:36: Auf dem Weg nach Hause stand ich mit meinem österreichischen Nachbarn im A-Train Richtung Brooklyn.

00:32:42: Komischerweise hast du wenn du mit mir Englisch sprichst, keine Holperer und hörst dich ganz natürlich an", sagte er.

00:32:49: Echt?

00:32:50: Ich war erleichtert, denn das war auch mein Gedanke.

00:32:54: Ich musste es also schaffen entspannter zu werden wenn ich eine Szene in Englisch spielte.

00:32:59: Wir verabschiedeten uns und ich lief allein weiter.

00:33:03: Die Enttäuschung machte sich mehr breit und mir stieg das Wasser in die Augen.

00:33:08: Nein, sagte ich mir, ich weine deswegen jetzt nicht Und ich bin auch stark geblieben.

00:33:15: Es hat zwei Tage gedauert bis ich mich erholt hatte von dem Realitätscheck.

00:33:20: Ich hatte jedoch keine Zeit, im ganzen Lange hinterherzuhängen da ich schon wieder die nächste Szene vorbereiten musste.

00:33:27: Drei Tage später traf ich auf Pete als sich mir einen Kaffee Latte erholte und fragte mich direkt – How are you?

00:33:34: Did u cry?

00:33:36: Nein, ich habe nicht geweint aber ich war kurz davor antwortete ich ihm.

00:33:40: Er war süß und sagte Du hast dich gut geschlagen!

00:33:43: Ich habe mit Dir mitgelitten.

00:33:45: Du solltest wissen, dass Andy der strengste Lehrer im ganzen Studio ist.

00:33:50: Es ist seine Art, dich zu fordern und es dir ungemütlich zu machen.

00:33:54: Schlimmer wird das nicht mehr!

00:33:56: Na gut, da sollte sich ja fast wie ein kleiner Ritterschlag an.

00:34:00: Trotzdem….

00:34:01: Ich muss ja noch mal hin, erwähnte ich.

00:34:04: Aber ich hatte nun real erlebt, dass ich Nicht-Man München war sondern in Manhattan – und dementsprechend taff ging es auch

00:34:11: dazu.".

00:34:13: New York City Macht & Geld.

00:34:17: Es ist Zeit für das Thema Macht und Geld.

00:34:20: Seitdem ich in New York City lebe, sind mir diese beiden Themen so oft begegnet dass sich sie nicht mehr ignorieren kann.

00:34:26: Macht-und-Geld waren bei mir vorwiegend negativ aufgeladen.

00:34:30: Oft dachte ich wer reich ist auch ein gieriges arrogantes Ar... Woher kamen die Gedankenmuster?

00:34:39: Warum assoziieren viele mit Geld und macht etwas Negatives?

00:34:43: Wenn ich ehrlich bin, kenne ich einige Leute hier die Geld und Macht haben und sie sind nette und liebevolle Menschen.

00:34:49: Also ergibt dieser Glaubenssatz keinen Sinn!

00:34:52: Und es heißt ja immer das Geld-und-Macht den eigenen Charakter einfach nur verstärkt.

00:34:58: In New York City gibt es viele reiche Menschen.

00:35:01: Eine Internetrecherche hat folgendes ausgespuckt Es gibt ca.

00:35:08: Und circa zehn Prozent der Haushalte haben im Jahr mehr als zweihunderttausend Dollar zur Verfügung.

00:35:14: Und das bei acht Komma fünf Millionen Einwohner in New York City!

00:35:18: Die Einwohnerzahl ist eine Schätzung der Behörden, denn es gibt keine Meldepflicht.

00:35:24: Generell finde ich dass Amerikaner anders mit Geld umgehen – sie geben es mehr aus und bringen es ins Fliesen.

00:35:30: Sie haben aber auch mehrere Kreditkarten.

00:35:33: Vielleicht hängt es mit dem Wort Schuld zusammen?

00:35:37: Im Deutschen ist Schuld zweifach belegt.

00:35:40: Schuld im Sinne der Justiz und Schuld im Sinne von Geld, denn wir machen Schulden.

00:35:46: Was gleichzeitig heißt?

00:35:48: Wir sind schuldig wenn wir auf unserem Konto ins Minus rutschen oder einen Kredit aufnehmen – und wir wollen uns nicht schuldisch fühlen mit Geld!

00:35:57: Im Englischen sind es zwei verschiedene Worte.

00:36:00: Schuld in der Justuz heisst gilt, Schulden im Sinne von Geld heisst dead Schulden machen, ist also vom Wort her nicht so negativ aufgeladen.

00:36:12: Macht es das dann einfacher Geld auszugeben?

00:36:14: Das man gar nicht hat!

00:36:17: Da sind wir in Europa auch konservative eingestellt.

00:36:20: Außerdem sind wir günstigere Preise gewohnt – vor allem was Drogerieartikel und Lebensmittel angeht.

00:36:26: Ein Trockenschambo der selben Marke kostet in Deutschland circa vier Euro an den New York City dreizehn Dollar ohne Steuer.

00:36:35: Das ist doch schon ein markanter Unterschied.

00:36:38: Vieles ist sehr viel teurer im Alltag und trotzdem zeigen Statistiken immer wieder, dass Amerikaner am Ende mehr von ihrem Geld übrig bleibt.

00:36:47: Sie können sich laut eines Ökonomen in einem FAZ-Artikel zwanzig Prozent mehr kaufen als Deutsche nach allen Abzügen.

00:36:56: Macht und Selbstermächtigung New Yorker haben eine natürliche Selbstermächtigung.

00:37:03: Ob bei der Auswahl der Kleidung Der Frisur oder bei Frauen den Fingernägeln, sie zeigen sich so wie Sie sich gut und selbstbewusst fühlen.

00:37:11: New Yorker sagen was sie wollen und sprechen ihre Meinungen oft aus!

00:37:16: Das fängt bei der Bestellung eines Begels an und endet damit das lautstark die Lieblingsmusik im Auto aufgetreten wird.

00:37:23: Es wird gehubt und gesungen – Hauptsache die eigene Persönlichkeit wirkt nach außen.

00:37:29: Das ist für mich alltägliche Selbstermächtigung.

00:37:32: Es wird im Alltag klar formuliert, was die eigenen Wünsche

00:37:36: sind.".

00:37:36: Das Lustige ist, dass sich New Yorkerinnen als sehr direkt empfinde – aber Amerikanerinnen wiederum sagen das wir Deutschen zu direkt sein!

00:37:46: Wenn wir aber einen Schritt weitergehen, dann wird in New York sehr viel Macht ausgespielt.

00:37:50: Nicht immer zum Wohle aller.

00:37:52: In großen Firmen werden Machtpositionen ausgenutzt und benutzt.

00:37:56: Es wurde strategisch gedacht und agiert.

00:37:59: Alle wollen eine höhere Position erreichen und mehr Geld verdienen.

00:38:03: Wenn man hier etwas erreichen will, muss man sich selbst dafür einsetzen und das vor allem auch kommunizieren.

00:38:10: Freunde erzählen mir davon wie politisch es in den großen Firmen abgeht – wir alle aufsteigen wollen und deswegen sehr strategisch handeln!

00:38:18: Die Ellenbogen werden ausgefahren.

00:38:21: Mir ist eines knallhart klar geworden zum Thema Macht.

00:38:26: Macht muss immer gelebt werden Entweder für dich oder gegen dich.

00:38:33: Das entscheidest du!

00:38:35: Lass es mich erklären, Es ist ein universelles Gesetz das wir alle machtvolle Wesen sind.

00:38:41: Unsere Macht existiert damit wir uns ermächtigen unseren Weg zu gehen unsere Sehnsüchte umzusetzen Talente zu nutzen und uns trauen unseren Teil für die Gesellschaft beizutragen uns kreativ ausdrücken anderen zu helfen und zu inspirieren.

00:38:59: Doch leider wurde uns oft erzählt, dass Macht schlecht sei.

00:39:03: Hier vielleicht sogar böse!

00:39:06: Wer mächtig ist, ist arrogant, manipuliert andere und wir wollen auf keinen Fall ein schlechter Mensch sein.

00:39:13: Deswegen packen wir oft unsere Macht in eine ganz dunkle Ecke.

00:39:17: Wenn Macht eher mit Negativen verbunden wird dann ist es schwierig in die eigene machtvolle Version einzutreten.

00:39:27: Du kannst mal überlegen wer deine Machtvorbilder in deinem Leben waren oder nicht.

00:39:32: Oft beobachten wir Menschen in unserem engen Umfeld und übernehmen deren Machtstrukturen, oder wir übernehmen auch das Gegenteil – eine Opferstruktur!

00:39:41: Wir fallen in den Mangel.

00:39:43: Und was passiert dann mit unserer Macht?

00:39:45: Wir nutzen sie gegen uns.

00:39:47: Autsch!

00:39:48: Wir machen uns klein, erzählen uns Hundert Gründe warum wir nicht gut genug sind, es nicht verdient haben, nicht dürfen usw.

00:39:56: Wir machen Zweifel nisten sich dauerhaft ein.

00:40:02: Wer jammern und finden keinen Weg, um aus der Opferhaltung wieder rauszukommen?

00:40:07: Die Opferhaltung wird unsere

00:40:08: Komfortzone.".

00:40:09: Wie ich schon erzählt habe wurde mir oft gesagt dass Musical-Darstellerin kein richtiger Beruf sei!

00:40:17: Eine Brotlose Kunst.

00:40:18: Ich habe mich durchgeschlagen doch als die Pandemie kam wurde mir mein Beruf und meinen Einkommen genommen Und mir wurde von der Gesellschaft unter Politik gespiegelt Kunst ist unwichtig braucht kein

00:40:31: Mensch.".

00:40:33: Das ist in mich reingefahren wie ein Feuerblitz.

00:40:36: Als hätten all diese alten Glaubensmuster im Chor gesungen, siehst du?

00:40:41: Wir haben es ja immer gesagt!

00:40:44: Ich bin in den Opfermodus gewechselt.

00:40:47: Ich hatte meine Macht komplett verloren – ich habe sie freiwillig abgegeben.

00:40:51: Ich habe allen zugehört und nur gemacht was erwartet wurde.

00:40:55: Leise sein alles hinnehmen und unterordnen.

00:40:59: Es hat lange gedauert, bis ich das realisiert habe.

00:41:01: Jahre, bis sich wieder an mich geglaubt habe – viele dunkle Täler und Schattenwelten.

00:41:06: später habe ich begonnen, mich die Gesellschaft und die Welt zu hinterfragen.

00:41:12: In diesem Prozess ist mir eine Sache glasklar geworden!

00:41:16: Ich kann und muss selbst entscheiden, wem ich Macht gebe.

00:41:21: Mir oder den anderen?

00:41:23: Denn am Ende sind das alles nur Meinungen.

00:41:28: Ich habe mich für mich entschieden.

00:41:30: Dafür, dass ich über mein Leben bestimme und nicht andere.

00:41:36: Neid ist eine andere Form von Anerkennung.

00:41:40: Ich konnte mit Neid lange nicht umgehen – ich war richtig sauer wenn jemand mir gegenüber neidisch war!

00:41:45: Wie kannst du nur?

00:41:46: Habe ich dann

00:41:47: geurteilt?!

00:41:48: Warum?

00:41:49: Ich habe mir selbst auch nicht erlaubt, neidish zu sein.

00:41:52: Ich dachte immer das ist moralisch nicht korrekt.

00:41:55: Oft ist Neid für uns sehr negativ behaftet, dabei ist es ein Gefühl das uns als toller Kompass dient.

00:42:01: Neid zeigt uns wo wir noch wachsen und uns verbessern dürfen.

00:42:05: Wenn ich neidisch bin weil eine Kollegin einen tollen Job ergattert hat dann spüre ich dass weil ich den auch gerne hätte!

00:42:12: Was ist daran falsch?

00:42:14: Mein Kompas zeigt mir die Richtung an in die ich weiterhin gehen soll um mein Ziel zu erreichen.

00:42:23: und weiter an uns zu glauben.

00:42:26: Neid ist jedoch ein türkischer Freund, denn Neid kann auch richtig toxisch sein!

00:42:31: Dann wenn du es nicht als Motivation siehst sondern in eine Opferrolle verfällst.

00:42:37: Wenn ich beleidigt auf der Couch sitze und nur schimpfe dass meine Kollegin einen Job bekommen hat und ich nicht Schokolade in mich reinstopfe und fünf Stunden Netflix schaue dann bin ich meinem Neid in die Falle gegangen dann sollte ich spätestens am nächsten Tag meinen Puppe hochheben und ins Machen kommen, damit auch ich meine Ziele erreichen kann.

00:43:00: Viele bleiben leider auf der Couch sitzen – und projizieren ihren ganzen Neid und Frust auf eine Person.

00:43:08: Dabei schaden sie am Ende nur sich selbst!

00:43:10: Sei schlau und erkenne Neid als deinen Motivationsfreund an Und wenn dir gegenüber jemand neidesch reagiert Sie es als Anerkennung für deine Leistungen.

00:43:21: Nicht jede Person schafft es, dich zu loben.

00:43:24: Dann zeigen sie dir ihre Anerkennung eben durch Neid!

00:43:27: Nadelöhre Im Leben gibt es Nadelöre und manchmal muss man sich durch eines davon durchquetschen.

00:43:36: Ein anderes Mal ist man schon durch und hofft dass Freunde und Familie hinterher kommen.

00:43:41: Sie schaffen es aber nicht – sie bleiben auf der Strecke.

00:43:45: Sie wachsen nicht mit oder unterstützen einen nicht im eigenen Prozess.

00:43:49: Diese acht Monate in Deutschland waren ein langes und enges Nadelöhr.

00:43:54: Aber es hat mich grundlegend verändert!

00:43:56: Ich denke über Politik nun komplett anders, und habe mir geschworen nie mehr abhängig von Politikern zu sein.

00:44:02: Okay bei Gesetzen ist man abhängiger aber emotional und als Mensch haben solche Leute keine Macht mehr über mich – und darüber wie ich mein Leben lebe.

00:44:19: recherchere alle Seiten und bilde meine eigene Meinung.

00:44:23: Macht hat das System über mich keine mehr, das hatte ich hinter

00:44:27: mir.".

00:44:29: Ich habe gelernt dass man manchmal einige Schritte zurückgehen muss um Anlauf zu nehmen.

00:44:34: Ich musste diese Zeit in Kauf nehmen um eine Green Card zu erhalten.

00:44:38: Der Weg ist nie linear.

00:44:40: es gibt immer Umwege.

00:44:42: Manchmal sind es große Opfer die man bringen muss um ein großes Ziel zu erreichen.

00:44:47: Ich gab meine Freiheit für einige Zeit auf, um dann die Freiheit zu erhalten in Amerika Leben und Arbeiten zu dürfen.

00:44:55: Die Zeit des Festsitzens gab mir auch Geschenke.

00:44:59: Eines davon ist mir bis heute wichtig und fest in meinem Herzen verankert Im Oktober wurde mir die Einreise verwährt.

00:45:07: In Dezember ging es meiner Großmutter immer schlechter.

00:45:10: Sie stürzte und kam ins Heim.

00:45:13: ich hatte sie oft besucht und mit ihr Zeit verbracht mich mit ihr unterhalten, ihre Nähe aufgesogen und meine Mama getrüstet.

00:45:22: Ihre letzten Wochen waren schwer aber ich dachte plötzlich vielleicht hat mir das Leben diese intensiven Wochen mit ihr und meiner Familie geschenkt?

00:45:32: Das hätte ich so nicht erlebt wenn ich in New York gewesen wäre!

00:45:36: Ich saß an ihren letzten Tagen an ihrem Bett, hielt ihre Hand, lachte mit ihr – und beobachtete wie sie immer mehr diese Welt verließ.

00:45:48: Es war ein trauriger Prozess, aber irgendwie war darin auch eine Schönheit versteckt.

00:45:53: Eine Intensität, die mir viel gegeben hat.

00:45:56: Sie war eine taffe Frau und fünf Kinder und wurde über neunzig Jahre alt.

00:46:01: Sie kam aus einer Generation von Frauen, die resilient waren und hart gearbeitet haben.

00:46:08: Am drehnzwanzigsten zwölften entschied sie sich zu gehen.

00:46:12: Ich war vor Ort und teilte diesen Moment mit meiner Familie.

00:46:16: Diese Momente sind wichtiger als jedes Visum, jede Reise oder jedes Ziel.

00:46:22: Es sind Momente die einen transformieren auf eine leise traurige Art.

00:46:27: Sogar jetzt während ich das schreibe bringen diese Erlebnisse eine Tiefe mit sich und eine Dankbarkeit.

00:46:35: Manchmal müssen wir das Leben einfach machen lassen und über uns entscheiden lassen – uns hingeben an den Fluss des Lebens.

00:46:42: Ich mag den Satz The Universe has your back Das Universum steht hinter dir.

00:46:51: Wenn du es bisher hergeschafft hast, hast du eine Mini-Reise durch mein Buch mit mir gemacht.

00:46:57: Es gibt noch viele andere lustige absurde und gefühlvolle Geschichten die ich da erlebt habe Aber ich wollte einfach mal einen Einblick geben Und es hat mir auch gut getan mal wieder meine eigenen Zeilen zu lesen weil man's ja auch oft wieder vergisst.

00:47:14: Ich sag danke an alle die man buch schon gekauft haben Und ich hoffe, dass ich euch alle mitgenommen habe und ein bisschen New York City Mindset in euch aktiviert habe.

00:47:25: Für alle die es noch nicht gekauft haben und gelesen haben – Ich lade euch ganz herzlich ein!

00:47:31: Der Link ist in den Show notes mein Buch zu lesen vor allem jetzt in den herbstlichen Wintermonaten.

00:47:39: Ich danke euch für eure Unterstützung und sage tschau tschaud aus New York.

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